de.wedoany.com-Bericht: Schneider Electric hat in Brasilien das neue modulare Niederspannungsverteilungssystem PrismaSet-I vorgestellt, das den Bedarf an hochdichter elektrischer Infrastruktur in Rechenzentren, gewerblicher Infrastruktur und Industrieanlagen decken soll. Das System ermöglicht durch seine modulare Architektur eine flexible Konfiguration und optimiert die Anordnung von Elektroräumen. Im Vergleich zu herkömmlichen Konfigurationen reduziert es die Stellfläche um bis zu 20 %, verbessert die interne Verteilungseffizienz ebenfalls um 20 %, steigert die Konfigurationsflexibilität um 50 % und reduziert den Metallplattenverbrauch der Schränke um 10 %.

Der Verteiler ist mit integrierten digitalen Funktionen ausgestattet, die eine Echtzeitquantifizierung der elektrischen Systemleistung ermöglichen, darunter thermische Überwachung, Verwaltung elektrischer Anlagen sowie die Risikovermeidung von Systemausfällen durch Überlast oder Komponentenfehler. Die Hardware hat die relevanten Konformitätstests und Zertifizierungen für Schaltgeräte und Steuergeräte bestanden und unterstützt verschiedene USV-Topologien, die für kritische Anwendungen erforderlich sind.
Patrícia Cavalcanti, Vice President für digitale Energie und Stromprodukte bei Schneider Electric in Südamerika, erklärte, dass die Einführung von PrismaSet-I in Brasilien einen bedeutenden Fortschritt in der Art und Weise darstellt, wie Unternehmen ihre Stromverteilungssysteme aufbauen. Die Architektur unterstützt einen datenbasierten Betrieb und kann auf die dynamischen Lastparameter von Infrastrukturen wie Rechenzentren reagieren.
Der globale Markt für normgerechte Niederspannungsverteiler wird hauptsächlich von etablierten Plattformen wie Siemens SIVACON S8 und ABB System pro E power dominiert. SIVACON S8 legt Wert auf die Dichte der Sammelschienenstruktur und die Datenintegration durch technische Simulation mit der SIMARIS-Software; das ABB-System betont die Modularität der mechanischen Montage (Form 1 bis 4b) und die Datenerfassung über intelligente Sensoren, die mit der ABB Ability Cloud verbunden sind. Der Wettbewerbsvorteil der PrismaSet-Architektur liegt in der nativen Integration drahtloser Netzwerkkonnektivität (in der Regel LPWAN) für kontinuierliche Temperatursensoren, wodurch isolationsanfällige Hilfskabel überflüssig werden und eine direkte Integration in die EcoStruxure-Plattform erfolgt. Die 20-prozentige Reduzierung der Stellfläche hilft Rechenzentren, die elektrische Verarbeitungsdichte (kW/Rack) zu erhöhen, ohne die Fläche des Niederspannungs-Elektroraums zu vergrößern.










