de.wedoany.com-Bericht: Ferrari hat kürzlich für den Flaggschiff-Grand-Tourer 12Cilindri eine „Handschaltungs“-Version vorgestellt, um dem Wunsch der Kunden nach einem intensiveren Fahrerlebnis nachzukommen. Während das erste Elektroauto Luce für Aufsehen sorgt, legt Maranello weiterhin Wert auf traditionellen Fahrspaß.

Bemerkenswert ist, dass die 12Cilindri Manuale kein traditionelles Schaltgetriebe ist. Sie basiert auf einem Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe und simuliert mithilfe eines neuen Systems namens „Manuale By-Wire“ die Bedienung der ersten sechs Gänge und des Rückwärtsgangs eines Schaltgetriebes – sogar ein Abwürgen des Motors ist möglich. Dieser Ansatz ähnelt dem simulierten Schaltgetriebe des Koenigsegg CC850 und zielt darauf ab, die Geschwindigkeit eines Doppelkupplungsgetriebes mit dem Beteiligungsgefühl eines traditionellen Schalthebels zu verbinden.

Bei der Nutzung muss der Fahrer den manuellen Modus wählen, das echte Kupplungspedal betätigen und den Schalthebel entlang der freiliegenden Metallführung bewegen. Der Schalthebel verfügt über einen klassischen polierten Kugelknauf, der laut Ferrari dazu beiträgt, das „analoge Gefühl, die Konsistenz und die Natürlichkeit“ eines traditionellen Schaltgetriebes zu bewahren. Das System überwacht die Position des Schalthebels mit zwei Hall-Sensoren und verhindert mit kleinen elektrischen Aktuatoren das Einlegen eines Gangs (es sei denn, der manuelle Modus ist ausgewählt). Das elektronische Kupplungspedal im Drei-Pedal-Layout misst den Pedalweg über einen Sensor und wandelt die Daten in eine hydraulische Steuerung des Doppelkupplungsgetriebes um.


Die Art des Fahrzeugstarts beeinflusst den Getriebemodus: Wird das Fahrzeug nur durch Betätigen des Bremspedals gestartet, wird automatisch der „Fahr“-Modus eingelegt; wird das Kupplungspedal betätigt, startet das Fahrzeug direkt im manuellen Modus. Während der Fahrt kann jederzeit in den Automatikmodus zurückgeschaltet werden, während der 7. und 8. Gang nur für die Hochgeschwindigkeitsfahrt auf der Autobahn vorgesehen sind.
Um die Leistung zu erhalten, wurde der Antriebsstrang nicht verändert. Unter der Motorhaube arbeitet weiterhin der 6,5-Liter-Saugmotor V12 mit einer maximalen Leistung von 819 PS. Ferrari gibt an, dass die 12Cilindri Manuale weiterhin in unter 3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h erreicht.

Die Produktion ist äußerst limitiert: Ferrari plant, nur 1499 Einheiten zu bauen, die jeweils über das Individualisierungsprogramm Tailor Made gestaltet werden können. Der Preis wurde noch nicht bekannt gegeben.









