de.wedoany.com-Bericht: Eine indonesische Gemeinschaft hat erstmals nach dem neuen deutschen Lieferkettengesetz eine formelle Beschwerde beim deutschen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht, die sich gegen das Zementwerk- und Kalksteinbruchprojekt von Heidelberg Materials in Zentraljava richtet. Die Beschwerdeführer werfen dem Unternehmen vor, die möglichen ökologischen und menschenrechtlichen Schäden im Kendeng-Gebirge nicht ausreichend bewertet und gemindert zu haben. Die Beschwerde betrifft auch Indocement und dessen lokale Tochtergesellschaft PT Indocement Tunggal Prakarsa. Das neue deutsche Lieferkettengesetz soll sicherstellen, dass die Menschenrechte in den Lieferketten deutscher Unternehmen geachtet werden.
Die Beschwerdeführer weisen darauf hin, dass das Projekt das seltene Karst-Ökosystem im Kendeng-Gebirge zerstören und die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung beeinträchtigen könnte. Einer der Beschwerdeführer, Bambang Sutikyo, erklärte, dass bei einer Umsetzung des Projekts eine ökologische Katastrophe, Armut und Menschenrechtsverletzungen drohten.
Heidelberg Materials entgegnete, dass die betroffene Gemeinschaft im Rahmen des Genehmigungsverfahrens die Möglichkeit gehabt habe, ihre Bedenken gegenüber PT Indocement Tunggal Prakarsa zu äußern, und dass diese Rückmeldungen in die Projektplanung eingeflossen seien. Das Unternehmen fügte hinzu, dass noch keine Entscheidung über die Umsetzung des Projekts getroffen worden sei.








