de.wedoany.com-Bericht: Der japanische Hersteller Yamaha (YAMAHA) bietet ein Produkt namens „Sprachprivatsystem (Speech Privacy System)“ an, das nicht zur Verbesserung der Klangqualität dient, sondern durch „Schallmaskierung“ Gespräche für Dritte schwer verständlich macht, um die Privatsphäre und vertrauliche Informationen zu schützen. Das System wird bereits in Krankenhäusern, Apotheken, Unternehmenskonferenzräumen und Shared Offices eingesetzt.
Yamaha ist vor allem für Musikprodukte wie Klaviere und elektronische Musikinstrumente bekannt, während die Motorradsparte von Yamaha Motor übernommen wird. Das neu vorgestellte Sprachprivatsystem richtet sich an alltägliche Gesprächssituationen, in denen man „nicht gehört werden möchte“. Beispielsweise kann nach der Normalisierung der Heimarbeit der Austausch mit Kollegen im Büro von Umstehenden mitgehört werden; oder wenn man an der Rezeption eines Krankenhauses dem Personal Symptome schildert, könnten Wartende die Unterhaltung aufschnappen. In solchen Szenarien möchten die Beteiligten, dass der Gesprächsinhalt nicht preisgegeben wird.

Das System setzt auf die Technologie der „Schallmaskierung“ und nicht auf „Geräuschunterdrückung“. Die Geräuschunterdrückung neutralisiert Schall durch das Aussenden von Schallwellen, die gegenphasig zum Störgeräusch sind, und wird häufig in begrenzten Räumen wie Kopfhörern eingesetzt. In einem großen dreidimensionalen Raum ist es technisch schwierig, ständig wechselnde Geräusche wie menschliche Sprache zu eliminieren. Die Schallmaskierung hingegen beseitigt den Schall nicht direkt, sondern überdeckt durchlässige Gespräche mit speziellen Klängen, sodass „die Bedeutung der Sprache unverständlich wird“. Auf diese Weise wird der Gesprächsinhalt selbst bei relativ geringer Lautstärke unkenntlich gemacht.










