Schweiz genehmigt neue automatisierte U-Bahn-Linie M3 in Lausanne
2026-07-07 14:54
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de.wedoany.com-Bericht: Der Schweizer Bundesrat hat die für den Bau und Betrieb der neuen U-Bahn-Linie M3 in Lausanne erforderliche Infrastruktur-Konzession erteilt. Das Projekt erweitert das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt, um die stetig steigende Fahrgastzahl zu bewältigen.

Die neue Linie verbindet den Hauptbahnhof Lausanne mit dem Quartier Blécherette und trägt zur Verbesserung der Mobilität im Nordwesten der Stadt bei, einer Region mit rasanter Stadtentwicklung.

Die M3 wird vollständig unterirdisch und vollautomatisch betrieben. Die Strecke ist 3,5 Kilometer lang und umfasst sechs Stationen zwischen dem Hauptbahnhof und Blécherette. Das Projekt ist Teil des Plans der Agglomeration Lausanne-Morges (PALM), mit dem der Kanton Waadt die wichtigsten öffentlichen Verkehrskorridore ausbaut, um das Bevölkerungswachstum und den steigenden Mobilitätsbedarf zu unterstützen.

Die neue Linie ist kein isoliertes Projekt, sondern Teil eines umfassenden Modernisierungsplans für den öffentlichen Verkehr in Lausanne. Parallel zum Bau der M3 wird die bestehende M2-Linie modernisiert. Die 2008 eröffnete M2-Linie ist längst über ihre Auslegungskapazität hinaus belastet. Ursprünglich für 25 Millionen Fahrgäste pro Jahr ausgelegt, beförderte sie 2024 bereits über 36 Millionen Menschen. Um die bestehenden Engpässe zu beseitigen, wird ein zweiter Tunnel zwischen dem Bahnhof Lausanne und Flon gebaut, und das Automatisierungssystem der M2 wird durch ein hochmodernes System ersetzt, um die Zugfrequenz und die Transportkapazität zu erhöhen.

Die neue M3-Linie wird die Stationen Lausanne-Gare, Chauderon, Beaulieu, Casernes, Plaines-du-Loup und Blécherette bedienen und das neu errichtete, umweltfreundliche Quartier Plaines-du-Loup (mit rund 8.000 Wohneinheiten und 3.000 Arbeitsplätzen) sowie das Stade de la Tuilière und den dortigen Sportkomplex erschließen. Die Station Chauderon wird zu einem wichtigen multimodalen Knotenpunkt mit Umsteigemöglichkeiten zur Bahnstrecke Lausanne-Echallens-Bercher (LEB), zur künftigen Straßenbahnlinie und zum Busnetz mit hoher Kapazität.

Mit dem gleichzeitigen Betrieb der M2 und M3 wird die Transportkapazität zwischen dem Hauptbahnhof und der Innenstadt erheblich steigen. Die M2 bedient weiterhin die Strecke über Flon, während die M3 die Fahrgäste über Chauderon aufnimmt. Dies trägt zu einer effizienteren Verteilung der Passagiere bei und entlastet das aktuelle Netz von Überlastungen.

Der Bund unterstützt das Projekt mit 144 Millionen Schweizer Franken (156,5 Millionen Euro) aus dem Programm für den städtischen Verkehr. Die restlichen Investitionen werden auf rund 1,3 Milliarden Schweizer Franken (1,41 Milliarden Euro) geschätzt und hauptsächlich vom Kanton Waadt getragen.

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