de.wedoany.com-Bericht: Am 6. Juli hat der österreichische Versorger Verbund die Vorbereitungen für den Bau des Pumpspeicherprojekts Riedl vorangetrieben und plant, im Winter 2026/2027 mit den ersten Bauarbeiten zu beginnen. Das Pumpspeicherprojekt hat eine installierte Leistung von 300 MW und eine Speicherkapazität von 3,5 GWh. Es befindet sich im Bereich des Donau-Wasserkraftsystems und war zuvor von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Planungsgenehmigung betroffen.
Die zuständige Behörde der Region Passau hat für das Pumpspeicherprojekt Riedl eine sofortige Vollzugsanordnung erlassen, die es dem Projekt ermöglicht, fortzufahren, obwohl einige rechtliche Verfahren noch nicht abgeschlossen sind. Verbund beantragte über seine Tochtergesellschaft Donaukraftwerk Jochenstein im Juni die entsprechende Anordnung, die auf der Grundlage des Mechanismus für das öffentliche Interesse an deutschen Infrastrukturprojekten umgesetzt wird. Die zuständige Behörde ist der Ansicht, dass das Pumpspeicherprojekt bei einem Überschuss an Photovoltaik-Strom und unzureichender Speicherkapazität die Abregelung und die damit verbundenen Ausgleichszahlungen reduzieren kann.
Nach Fertigstellung des Pumpspeicherprojekts Riedl kann es täglich überschüssigen Strom speichern, der von über 100.000 gewöhnlichen Haushalts-Photovoltaikanlagen erzeugt wird, und bei Bedarf ins Netz einspeisen. Seine Speicherkapazität entspricht etwa dem täglichen Strombedarf von 350.000 Haushalten. Verbund gab an, dass im Sommer ökologische Überwachungsmaßnahmen durchgeführt und Ausschreibungen für Schlüsselausrüstungen gestartet werden, während im Winter die Bauvorbereitungen beginnen. Für das Pumpspeicherprojekt müssen weiterhin die verbleibenden rechtlichen Verfahren, die Beschaffung von Ausrüstungen, die Wasserbauarbeiten und die Netzanbindung sowie der Betrieb beachtet werden.










