de.wedoany.com-Bericht: Ericsson, AT&T und MediaTek haben in Zusammenarbeit auf dem Live-Netz von AT&T, das von Ericssons RAN-System (Radio Access Network) unterstützt wird, den ersten Feldtest in Nordamerika für L1/L2-ausgelöste Mobilität (LTM) durchgeführt. Dabei kam die Funktion „Ericsson Low-Latency Mobility“ zum Einsatz.

Ericsson Low-Latency Mobility ist ein Funktionspaket im Rahmen des 5G-Advanced-Abonnements für kritisches IoT (Critical IoT) des Unternehmens. Es zielt darauf ab, die Unterbrechungszeit bei Übergaben zu verkürzen, Verbindungswechsel schneller und zuverlässiger zu gestalten und so eine nahtlosere Konnektivität für mobile Nutzer und Geräte zu gewährleisten. Die Testergebnisse zeigen, dass LTM die Datenunterbrechungszeit bei Zellübergaben im Vergleich zu herkömmlichen Layer-3-Mobilitätsmechanismen um bis zu 25 % reduzieren kann.
Durch die verkürzte Unterbrechungszeit bei Übergaben ermöglicht LTM eine Reihe neuer, zeitkritischer Anwendungen und Anwendungsfälle, darunter erweiterte Realität (XR/VR), zeitkritische Kommunikation, immersive Videokonferenzen und Cloud-Anwendungen. Für Privat- und Geschäftskunden ist eine nahezu unterbrechungsfreie Mobilität für solche Anwendungen von entscheidender Bedeutung. Die Reduzierung von Unterbrechungen während Übergaben hilft, Nutzerunzufriedenheit, Kundenabwanderung, Sicherheitsrisiken, Verkehrsunterbrechungen sowie Produktions- oder Geräteausfälle zu vermeiden.
Darüber hinaus stärkt LTM durch die Verringerung von Übergabeunterbrechungen und die Erhöhung der Mobilitätszuverlässigkeit auch die Anforderungen an die zugrunde liegende Netzinfrastruktur für KI-gesteuerte Anwendungen. Viele neue KI-Workloads – wie Echtzeit-XR-Szenenrekonstruktion, edge-gestützte Wahrnehmung, industrielle Automatisierung und Datenanalyse vernetzter Fahrzeuge – sind auf kontinuierlichen Datenaustausch, geringe Jitter und vorhersagbare Latenzzeiten bei der Bewegung von Geräten angewiesen. LTM kann diesen KI-Anwendungen helfen, im großflächigen Einsatz zuverlässig zu funktionieren, indem es Datenunterbrechungen reduziert, die durch Gerätebewegungen zwischen Endgeräten, Edge-Knoten und der Cloud entstehen.
Die gemeinsame Arbeit umfasste den oben genannten Feldtest, bei dem Ericsson das RAN-System bereitstellte. Ericsson war zudem ein wesentlicher Mitwirkender und Treiber der LTM-Entwicklung und Standardisierung innerhalb von 3GPP. Die Branche betrachtet diese Funktion allgemein als eine Schlüsseltechnologie zur Stabilisierung der Nutzerdatenrate während kontinuierlicher Geräteverbindungen und hat das Potenzial, die Ausfallrate bei Übergaben in verschiedenen Geschäftsszenarien zu senken.










