de.wedoany.com-Bericht: Die südkoreanische Sejong Telecom hat durch eine gezielte Kapitalerhöhung bei ihrem größten Aktionär 28 Milliarden Won eingeworben. Die Mittel sollen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts und für Wachstumsinvestitionen verwendet werden, um die Verbesserung der Unternehmensstruktur zu beschleunigen.
Laut den am 7. von der südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörde (Financial Supervisory Service, FSS) über das elektronische Offenlegungssystem (DART) veröffentlichten Informationen wurden bei dieser Kapitalerhöhung 4 Millionen neue Stammaktien an den größten Aktionär, die Sejong Co., Ltd., ausgegeben. Der Ausgabepreis beträgt 7.000 Won pro Aktie, was einem Aufschlag von etwa 14,4 % gegenüber dem Referenzkurs von 6.118 Won entspricht. Alle neuen Aktien wurden vom größten Aktionär gezeichnet, mit einer einjährigen Schutzfrist.
Bei dieser Kapitalerhöhung wurden keine externen Investoren einbezogen; stattdessen floss das Kapital direkt vom größten Aktionär. Marktanalysten sehen darin den Willen des größten Aktionärs, Verantwortung für das Unternehmen zu übernehmen. Zuvor hatte Sejong Telecom auf der ordentlichen Hauptversammlung die Satzung geändert und die Obergrenze für die Ausgabe von Wandelanleihen (CB) und Optionsanleihen (BW) gesenkt. Dass die Finanzierung nun vom größten Aktionär selbst übernommen wurde, anstatt auf externe Wandelanleihen oder Drittinvestoren zurückzugreifen, wird vom Markt als Strategie zur Verringerung der Abhängigkeit von externen Finanzmitteln interpretiert.
Diese Kapitalbeschaffung wird als Fortsetzung der Umstrukturierung der Geschäftsbereiche des Unternehmens angesehen. In den letzten Jahren hat sich Sejong Telecom auf die Abspaltung nicht zum Kerngeschäft gehörender Bereiche konzentriert, um die Unternehmensstruktur zu verbessern. Im Jahr 2021 verkaufte das Unternehmen die ausgegliederte E-Commerce-Sparte Content Carrier, spaltete das Festnetzgeschäft in Sejong Networks und das Blockchain-Geschäft in Sejong DX ab. Derzeit bündelt das Unternehmen seine Geschäftsfähigkeiten wieder rund um Infrastrukturbauprojekte in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Brandschutz und Tiefbau.
Durch die Abspaltung nicht zum Kerngeschäft gehörender Bereiche hat sich die Unternehmensgröße zwar verringert, aber die Rentabilität wurde konzentriert gesteigert. Im letzten Jahr sank zwar der konsolidierte Umsatz, aber der operative Verlust verringerte sich, und der Periodenüberschuss kehrte in die Gewinnzone zurück. Allerdings wurde der Nettogewinn auch durch Veräußerungsgewinne aus Investitionen beeinflusst.
Das Unternehmen gab an, dass 22 Milliarden Won als Betriebsmittel für das Kerngeschäft, insbesondere für Stromnetzprojekte, und 6 Milliarden Won für den Erwerb von Immobilien als Anlagevermögen verwendet werden sollen. Das konkrete Übernahmeziel wurde nicht bekannt gegeben, aber der Markt vermutet, dass es sich um die Sicherung von Grundstücken zur Ausweitung des Infrastrukturgeschäfts handeln könnte.
Der Markt ist der Ansicht, dass diese Kapitalerhöhung den Beginn der Wachstumsinvestitionsphase nach der Umstrukturierung markiert. Nach der Bereinigung von ertragsschwachen Geschäften und der Neustrukturierung der Geschäftsbereiche hat sich das Unternehmen durch die finanzielle Unterstützung des größten Aktionärs die für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts erforderlichen Investitionsmittel gesichert. Die Bedeutung dieser Kapitalerhöhung liegt nicht nur in der Sicherung der Liquidität, sondern vor allem in der Beschaffung von Mitteln für Wachstumsinvestitionen nach der Umstrukturierung. Ob sich die erhaltenen Mittel in eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit im Infrastrukturgeschäft und eine höhere Rentabilität des Kerngeschäfts umwandeln lassen, wird entscheidend für den Erfolg der Strukturverbesserung sein.










