Antwerpener Hafen treibt Renovierung der Berendrechtschleuse voran
2026-07-08 16:11
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de.wedoany.com-Bericht: Der Hafen Antwerpen-Brügge (Port of Antwerp Bruges) treibt die umfassende Renovierung der Berendrechtschleuse (Berendrechtsluis) voran. Die 1989 in Betrieb genommene Schleuse ist eine der größten Seeschleusen der Welt und die Hauptzufahrt für große Hochseeschiffe zum Hafen. Nach über 30 Jahren ununterbrochenem Betrieb benötigt dieses zentrale Bauwerk, das die Schelde (Scheldt River) mit den nördlichen Kais von Antwerpen verbindet, eine umfassende Instandhaltung, um die Betriebszuverlässigkeit zu gewährleisten und den Anforderungen der modernen Schifffahrt gerecht zu werden. Die Hafenbehörde hat mehrere große Instandhaltungsprojekte zu einem koordinierten Plan zusammengefasst, um Beeinträchtigungen für die Schifffahrt und die Straßennutzer zu minimieren.

Kern der Renovierung ist der Austausch der unterwasserliegenden Bodenschienen der Schleuse, die die Bewegung der riesigen Tore führen. Die ursprünglichen Schienen hatten ihre Lebensdauer erreicht und waren nicht für jahrzehntelange hohe Belastungen unter Wasser ausgelegt. Das neue System verwendet robustere Schienenprofile, die mit Epoxidharzverguss vollständig im Beton verankert werden; gleichzeitig wurden die Räder an den Torauflagern an die neuen Schienen angepasst. Statt traditioneller Tauchereinsätze nutzt der Auftragnehmer große modulare Stahltrockendockkammern in Kombination mit Senkkästen, um die Kammer unterhalb der Wasserlinie trocken zu halten. Diese wiederverwendbare Konstruktion wird von einem Schwimmkran installiert und kann später für die Wartung anderer Schleusen im Antwerpener Hafengebiet eingesetzt werden. Der Schienenaustausch erfolgt in vier separaten Phasen, wobei jeweils nur ein Tor betroffen ist; außerhalb der Arbeitszeiten wird die Schleuse wieder in Betrieb genommen.

Auch die Festmacheinrichtungen in den Schleusenwänden wurden erheblich aufgerüstet. An 42 Stellen installierte der Auftragnehmer 84 neue Festmacher-Einheiten mit neu gebohrten Ankerpunkten, die an die Verstärkungsträger hinter der Betonwand angeschlossen sind. Das neue Design ermöglicht einen einfachen Ausbau einzelner Einheiten für künftige Wartungsarbeiten. Während der Bauarbeiten blieben mindestens ein Viertel der Festmacherpositionen nutzbar, um Binnenschiffen ein sicheres Anlegen während der Wartezeit auf die Schleusung zu ermöglichen.

Abdichtungs- und Betonsanierungsarbeiten waren ein weiterer wichtiger Arbeitsschritt. Die Dehnungsfugen zwischen den massiven Betonsegmenten der Schleuse hatten durch jahrelange Exposition ihre Dichtigkeit verloren, was zu Wassereintritt in die Konstruktion führte. Die Arbeiter entfernten beschädigten Beton, überprüften und ersetzten die Bewehrung an notwendigen Stellen und installierten anschließend neue Dichtungsmaterialien, um die Abdichtung wiederherzustellen. Aufgrund der schwankenden Wasserstände wurden diese Reparaturen je nach den verfügbaren Bedingungen in mehreren Phasen durchgeführt.

Auch die Torkonstruktion wurde verbessert. Das Dichtungssystem wurde aufgerüstet, um Leckagen zu reduzieren; einige Schraubverbindungen wurden durch Schweißverbindungen ersetzt, um die Haltbarkeit zu erhöhen und künftige mechanische Mängel zu verringern. Der Auftragnehmer tauschte zudem gealterte Holzbauteile sowie korrosionsgeschädigte Stahlteile aus. Die benachbarte Berendrechtbrücke (Berendrecht Bridge) erhielt in dieser Zeit eine vollständige Schutzbeschichtung, um mehrere Infrastruktureingriffe zu bündeln.

Die Aufrechterhaltung des Betriebs war die größte Herausforderung des Projekts. Die Berendrechtschleuse ist der einzige Zugang für große Schiffe zum Hafen, und die Arbeiten erforderten eine enge Koordination zwischen mehreren Auftragnehmern, Hafenbauingenieuren, Schifffahrtsexperten und Betriebsteams. Indem die Arbeiten so geplant wurden, dass die Schleuse außerhalb der Bauzeiten wieder in Betrieb genommen werden konnte, und die Eingriffe auf einzelne Abschnitte beschränkt blieben, konnte der Hafen Antwerpen-Brügge die Lebensdauer dieses wichtigen maritimen Vermögenswerts verlängern und gleichzeitig die Schifffahrtskapazität aufrechterhalten.

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