de.wedoany.com-Bericht: Der Großteil der Kapazität des EemsEnergyTerminals ist bereits bis 2036 gebucht, die verbleibende verfügbare Kapazität ist begrenzt. Das Gemeinschaftsunternehmen von Gasunie und Vopak teilte am Donnerstag mit, dass seit Anfang Juli ein „erheblicher“ Teil der Restkapazität für verlängerte Betriebszyklen vertraglich gebunden wurde.

Das Unternehmen gab an, dass für den gesamten Zeitraum von 2028 bis 2036 der Großteil der Kapazität bereits vertraglich gebunden sei. Derzeit stünden jährlich noch rund 2,4 Milliarden Kubikmeter Restkapazität zur Verfügung. Diese Restkapazität stehe weiterhin interessierten Marktteilnehmern nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ zur Verfügung. Gasunie und Vopak haben kürzlich eine bedingte Investitionsentscheidung getroffen, um die Betriebsdauer der auf FSRU basierenden LNG-Importanlage in Eemshaven über 2027 hinaus zu verlängern. Die endgültige Investitionsentscheidung werde nach Erhalt der erforderlichen Genehmigungen bekannt gegeben.
Der LNG-Hub Eemshaven besteht aus zwei gecharterten FSRUs: der 170.000 Kubikmeter großen FSRU Energos Igloo von Energos Infrastructure und der 26.000 Kubikmeter großen Barge-FSRU Eemshaven LNG von Exmar. Das Terminal ist seit September 2022 in Betrieb und wurde zunächst mit einem Fünfjahresvertrag abgeschlossen. Es ist das erste FSRU-basierte Terminal in den Niederlanden und das zweite LNG-Importterminal des Landes nach Gate. Seine Kapazität beträgt 8 Milliarden Kubikmeter und beliefert Shell (Großbritannien), den tschechischen Versorger CEZ sowie Engie (Frankreich) mit Erdgas. Davon bucht Shell jährlich 4 Milliarden Kubikmeter Kapazität, CEZ 3 Milliarden Kubikmeter und Engie den Rest.
Die Partner erklärten, dass die geplante Erweiterung die jährliche Erdgasimportmenge auf 8,6 Milliarden Kubikmeter erhöhen werde, was etwa 25 % des jährlichen niederländischen Erdgasbedarfs entspreche. Im Oktober 2025 arbeiteten Gasunie und Vopak mit dem belgischen Reeder Exmar zusammen, um einen großen LNG-Tanker in eine FSRU umzurüsten, die in der LNG-Importanlage im Hafen von Eemshaven installiert werden soll. Exmar gab im April dieses Jahres bekannt, dass die Umrüstungsarbeiten für die neue FSRU begonnen hätten, die die Energos Igloo ersetzen werde. Die Umrüstung sei der nächste Schritt zur Sicherstellung des kontinuierlichen Betriebs des EemsEnergyTerminals. Die Konfiguration werde voraussichtlich aus zwei von Exmar besessenen und betriebenen FSRUs bestehen. Exmar erklärte, dass das Terminal über eine Gesamtspeicherkapazität von rund 190.000 Kubikmetern LNG und eine Gesamtregasifizierungskapazität von 1,35 Milliarden Standardkubikfuß pro Tag verfügen werde, mit verbesserter Leistung.






