de.wedoany.com-Bericht: Maserati hat auf dem Goodwood Festival of Speed das GT4-Projekt (Project GT4) vorgestellt. Dieses auf dem überarbeiteten GranTurismo basierende Konzeptfahrzeug wurde von der Rennsportabteilung Maserati Corse entwickelt und soll ab 2028 an den Start gehen.
Das neue Fahrzeug behält die markante Frontpartie des GranTurismo bei, ist jedoch mit einem aggressiven Aerodynamikpaket ausgestattet, das einen Frontsplitter, Luftleitelemente und einen großen Heckflügel umfasst. Die Karosserie verfügt über eine schnell zu öffnende Motorhaube mit Belüftungsöffnungen und übernimmt den Heckspoiler sowie den Diffusor der Straßenversion. Darüber hinaus kommen bei dem Konzeptfahrzeug leichte Seitenscheiben, ersetzte hintere Seitenscheiben sowie 18-Zoll-Leichtmetallräder mit Reifen vom Typ Pirelli P-Zero zum Einsatz. Die Bremse verfügt über spezielle Kühlkanäle.

Um den Anforderungen der Rennstrecke gerecht zu werden, wurde das GT4-Konzeptfahrzeug durch ein minimalistisches Interieur um rund 882 Pfund (400 kg) erleichtert. Der Fahrerplatz ist mit einem kleinen Lenkrad und einem kleinen digitalen Kombiinstrument ausgestattet. Die Mittelkonsole ist rennsportspezifisch und verfügt über spezielle Bedienelemente, zwei Lüftungsdüsen und einen Startknopf für die Feuerlöschanlage. Im Innenraum sind außerdem ein Überrollkäfig und ein zertifizierter Rennsitz mit Sechspunktgurt verbaut.
Maserati hat die genaue Nennleistung des GT4 nicht bekannt gegeben, bestätigte jedoch den Einsatz des 3,0-Liter-Nettuno-V6-Motors, der die aus der Formel 1 stammende Vorkammer-Verbrennungstechnologie nutzt. Der Antriebsstrang leistet über 690 hp (515 kW / 700 PS). Beim Fahrwerk kommt ein vom GranTurismo Trofeo abgeleitetes Rennsportfahrwerk mit verstellbaren Stoßdämpfern und Stabilisatoren sowie weiteren spezifischen Abstimmungen zum Einsatz.

Der Rennwagen wird einer begrenzten Anzahl von Kunden angeboten, die an Renneinsätzen interessiert sind. Vincent Biard von Maserati Corse erklärte, dass das GT4-Projekt auf den Erfahrungen mit dem Maserati GT2 aufbaut und darauf abzielt, die in den letzten Jahren entwickelten technischen, sportlichen und operativen Kompetenzen in die GT4-Klasse einzubringen, während eine enge Verbindung zum zugrunde liegenden GranTurismo erhalten bleibt. Ziel des Projekts sei die Entwicklung eines konkurrenzfähigen, zuverlässigen und für Teams und Fahrer erschwinglichen Rennwagens.









