DHL-Bericht: 56 % der Südafrikaner würden KI das Einkaufen überlassen
2026-07-11 10:07
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Der DHL E-Commerce-Trendbericht 2026 zeigt, dass mehr als die Hälfte (56 %) der südafrikanischen Online-Käufer in den nächsten fünf Jahren bereit wäre, KI das Einkaufen oder Kaufentscheidungen zu überlassen. Dieser Anteil ist der höchste aller Regionen weltweit, fast doppelt so hoch wie der globale Durchschnitt von 29 % und weit über dem europäischen Wert von 18 %. Der Bericht basiert auf Umfragedaten von 29.000 Verbrauchern und 5.800 Unternehmen aus 29 Ländern und wurde von DHL im Juni veröffentlicht.

Südafrikanische Verbraucher bevorzugen KI-gestütztes Einkaufen: DHL

Der Anteil südafrikanischer Verbraucher, die KI-Chat-Tools beim Online-Shopping nutzen, liegt bei 41 % und belegt damit weltweit den sechsten Platz, hinter Indien (59 %), den VAE (51 %), China (47 %), Nigeria (46 %) und Saudi-Arabien (42 %). Pablo Ciano, CEO von DHL E-Commerce, erklärte in einer Stellungnahme, dass KI mit Hochgeschwindigkeit die Fähigkeit neu definiere, Kunden zu verstehen und auf ihre Bedürfnisse zu reagieren. Verbraucher könnten in Millisekunden die besten Angebote finden, und Einzelhändler könnten sofort auf Nachfrageänderungen reagieren.

Dennoch bestehen weiterhin Vertrauensprobleme. Visa legt in Südafrika derzeit die Grundlage für KI-Zahlungen und lädt lokale Banken ein, dem Programm „Agentic Ready“ beizutreten, das sich vollständig autonomen KI-gesteuerten Transaktionen widmet. Bislang hat jedoch keine Bank den Betrieb aufgenommen. Die eigene Studie „Stay Secure 2026“ von Visa ergab, dass nur 23 % der südafrikanischen Verbraucher KI-Agenten bei Käufen vertrauen. Die Verantwortung für Zahlungsbefugnisse ist noch nicht geklärt: Wenn ein KI-Agent eine betrügerische Transaktion autorisiert, bleibt der Verbraucher der ursprüngliche Initiator, und die Haftung wird von Fall zu Fall nach den bestehenden Regeln entschieden.

Der Bericht hebt auch die Dominanz der Takealot-Plattform von Naspers im südafrikanischen Online-Einzelhandel hervor. Die Plattform wird von 88 % der südafrikanischen Verbraucher und 87 % der Online-Unternehmen genutzt. Kürzlich erzielte sie erstmals einen Jahresgewinn und testet in Teilen von Johannesburg, Kapstadt und Pretoria die sofortige Lieferung. Sie setzt auf ihre lokale Größe, um der Konkurrenz von Amazon und Temu zu widerstehen, die bereits Lieferlager in der Region eröffnet haben.

Südafrikanische Verbraucher sind zudem weltweit die begeistertsten Black-Friday-Käufer: 68 % von ihnen haben im vergangenen Jahr am Black Friday/Cyber Monday eingekauft – der höchste Wert unter den 29 untersuchten Märkten und weit über dem globalen Durchschnitt von 41 %. Social Commerce ist ein weiterer Höhepunkt: 85 % der befragten südafrikanischen Verbraucher haben bereits auf Facebook eingekauft, weit über dem globalen Durchschnitt von 63 %. Dennoch bleibt Südafrika ein Markt für Hauszustellungen: 89 % der Verbraucher erhalten ihre Online-Bestellungen hauptsächlich zu Hause, und 61 % der Retouren erfolgen durch Abholung an der Haustür, während die Zustellung ins Freie anderswo zur Norm wird.

Südafrikanische E-Commerce-Unternehmen blicken auch ins Ausland: Von den Unternehmen, die noch keine internationalen Verkäufe tätigen, planen 83 %, in den nächsten fünf Jahren zu expandieren, mit Zielmärkten wie den USA, China, Frankreich und Indien. Der Bericht bezeichnet den Korridor Südafrika–USA als eine der verkehrsreichsten B2B-Handelsrouten weltweit. Herman Venter, Geschäftsführer von DHL Express Südafrika, erklärte, Südafrika sei einer der am weitesten entwickelten E-Commerce-Märkte der Region. Für Unternehmen seien Vertrauen, zuverlässige Lieferung, einfache Retouren und ein starkes Kundenerlebnis die Kernfaktoren im Online-Wettbewerb, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, da der digitale Handel Chancen biete, neue Kunden und Märkte zu erreichen.

Das Forschungsunternehmen World Wide Worx prognostiziert, dass der Online-Umsatz in Südafrika bis Januar 2026 erstmals die 10 %-Marke des gesamten Einzelhandelsumsatzes überschreiten wird.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com
relevante Produkte