de.wedoany.com-Bericht: Die Brasilianische Entwicklungsbank (BNDES) und das Ministerium für Städte (Ministério das Cidades) haben neue Ergebnisse der Nationalen Studie zum Stadtverkehr (ENMU) veröffentlicht. Diese Studie plant den Ausbau und die Aufwertung von mittel- und hochkapazitiven öffentlichen Nahverkehrsnetzen in 21 brasilianischen Metropolregionen, darunter Städte wie Curitiba, Salvador, Campinas, die Küstenebene von Santos, São Luís, Maceió, Natal und Manaus. Die Projekte umfassen U-Bahnen, Stadtbahnen (VLT), Bus Rapid Transit (BRT) und Buskorridore.

Am Beispiel von Curitiba wird erwartet, dass das Netz auf 206 Kilometer ausgebaut wird, mit Investitionen zwischen 11,7 und 22,7 Milliarden BRL. Das Netz in Salvador könnte 171 Kilometer erreichen, mit Investitionen von bis zu 13,1 Milliarden BRL; Campinas könnte sein Netz auf 161 Kilometer erweitern, mit Investitionen von bis zu 7,8 Milliarden BRL. Für Regionen, die derzeit über kein mittel- oder hochkapazitives System verfügen, wie Manaus, Maceió und São Luís, besteht Potenzial für den Bau von Netzen mit 48, 42 bzw. 53 Kilometern Länge.
Die Nationale Studie zum Stadtverkehr fasst eine Datenbank mit 187 städtischen Verkehrsprojekten zusammen, die über 3.000 Kilometer öffentliche Verkehrsinfrastruktur umfassen. Schätzungen zufolge könnten durch die Umsetzung dieser Projekte jährlich 27.000 Verkehrsunfallopfer vermieden, 3 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr reduziert, die Reisekosten um 11 % und die durchschnittliche Reisezeit der Einwohner um 16 % gesenkt werden, was zu einem sozialen Nutzen von über 400 Milliarden BRL führt.
Die Untersuchung wurde zwischen 2024 und 2026 erstellt. Ihre Ergebnisse werden den Bundesstaaten und Gemeinden als Leitfaden für die Projektentwicklung und die Ausarbeitung nachhaltiger öffentlicher Verkehrspolitiken in Städten dienen.






