Senegals Sonatel installiert 16 OneWeb-Satellitenantennen in Gandoul
2026-07-13 17:01
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de.wedoany.com-Bericht: Der senegalesische Telekommunikationsbetreiber Sonatel hat den Ausbau der Satellitenbodenstation in Gandoul abgeschlossen und das Eutelsat OneWeb-Satelliten-Gateway-Netzwerk in Betrieb genommen. Die neue Anlage umfasst 16 Antennen für die Satellitenkommunikation im niedrigen Erdorbit der neuen Generation und einen Technikraum nach Tier-III-Standard. Die 16 Antennen sind auf einer Fläche von etwa 5 Hektar verteilt und verbinden die OneWeb-Satellitenkonstellation im niedrigen Erdorbit mit dem terrestrischen Kommunikationsnetz, sodass die von den Satelliten empfangenen Daten in das senegalesische nationale Backbone-Netz, internationale Übertragungsnetze und das Internet eingespeist werden können.

Der Schwerpunkt dieses Ausbaus liegt nicht auf der Hinzufügung einer Reihe unabhängig betriebener Satellitenempfangsgeräte, sondern auf der Schaffung eines neuen Satellitenkommunikations-Gateways in Gandoul. Wenn niedrig fliegende Satelliten den senegalesischen Luftraum überqueren, verfolgen die Bodenantennen sie kontinuierlich und stellen Kommunikationsverbindungen her. Die Daten werden dann im Technikraum empfangen, verarbeitet und weitergeleitet, bevor sie in das von Sonatel betriebene Glasfasernetz und die internationalen Kommunikationssysteme eingespeist werden. Der koordinierte Betrieb mehrerer Antennen gewährleistet die Kontinuität der Kommunikation während der Satellitenbewegung und des Verbindungswechsels und bietet eine terrestrische Unterstützung für Breitband-Internet und regionale Datenübertragung.

Das neue Gateway ist bereits mit den von Sonatel betriebenen Unterseekabeln, dem nationalen terrestrischen Netz und dem internationalen Übertragungsnetz verbunden und bildet so eine hybride Kommunikations-Infrastruktur aus „niedrigem Erdorbit – terrestrischem Gateway – Glasfaser-Backbone – Unterseekabel". Im Vergleich zu einer reinen Abhängigkeit von einer einzigen Route bietet diese Architektur einen zusätzlichen Übertragungseingang für die internationale Kommunikation. Bei Ausfällen von terrestrischen Leitungen oder Seekabeln können Satellitenverbindungen als ergänzende Kanäle dienen; für Gebiete, die weit vom Glasfaser-Backbone entfernt sind und wo die Verlegung fester Leitungen hohe Kosten verursacht, können Betreiber zudem Satelliten-Backhaul nutzen, um die Breitbandabdeckung zu erweitern.

Die Bodenstation in Gandoul ist außerdem mit einer sicheren Stromversorgung, redundanten Betriebssystemen und Hochgeschwindigkeits-Glasfaseranschlüssen ausgestattet, um die kontinuierliche Servicefähigkeit des Gateways zu verbessern. Der Technikraum nach Tier-III-Standard bedeutet, dass kritische Geräte und zugehörige Systeme ein gewisses Maß an Redundanz und Wartbarkeit aufweisen müssen, sodass der Kommunikationsbetrieb auch bei Wartungsarbeiten an Teilen der Anlage fortgesetzt werden kann. Da das Satelliten-Gateway mehrere Hochgeschwindigkeitsverbindungen über einen langen Zeitraum verarbeiten muss, könnte eine Unterbrechung der Stromversorgung, Kühlung oder Netzwerkanbindung gleichzeitig mehrere Satellitenstrahlen und Abdeckungsbereiche beeinträchtigen. Daher müssen die Stromversorgung, die Umgebungskontrolle und die terrestrischen Übertragungssysteme parallel zu den Antennenanlagen aufgebaut werden.

Die Satellitenbodenstation in Gandoul liegt in der Region Thiès im Senegal, wurde 1972 in Betrieb genommen und ist eine langjährig betriebene internationale Satellitenkommunikationseinrichtung des Landes. Der Standort bietet eine relativ freie Sicht zum Meer, eine geringe elektromagnetische Störung und liegt in der Nähe von Dakar und der wichtigsten digitalen Infrastruktur Senegals, was ihn für den Bau großer Bodenantennensysteme geeignet macht, die eine kontinuierliche Satellitenverfolgung erfordern. Sonatel hatte an dieser Station bereits andere Satellitenkommunikationseinrichtungen installiert. Mit der Hinzufügung des OneWeb-Gateways wird Gandoul nun gleichzeitig Satellitenkommunikationsaufgaben in verschiedenen Umlaufbahnen und Netzwerksystemen übernehmen.

Sonatel gab an, dass die neue Anlage genutzt wird, um Hochgeschwindigkeits-Internetverbindungen für den Senegal, die westafrikanische Subregion und andere Märkte bereitzustellen. Das Projekt kann auch dazu beitragen, den Breitbandzugang in ländlichen und unterversorgten Gebieten zu erweitern und Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und digitalen Dienstplattformen stabilere Netzverbindungen zu ermöglichen. Eutelsats Konnect Africa ist der Ansicht, dass das Gateway in Gandoul das globale OneWeb-Bodennetzwerk vervollständigt und Westafrika einen weiteren wichtigen Bodenknotenpunkt für die Verbindung mit der niedrig fliegenden Satellitenkonstellation hinzufügt.

Das Projekt fügt sich auch in den senegalesischen Plan „Technologie-Neuausrichtung 2034" ein. Dieser Plan sieht vor, die Internetabdeckung weiter auszubauen, die digitale Souveränität zu stärken und den Digitalisierungsgrad öffentlicher Dienstleistungen zu erhöhen. Satellitenkommunikation kann den Aufbau des nationalen Glasfasernetzes und der Mobilfunkbasisstationen nicht ersetzen, aber sie kann Gebiete abdecken, die das terrestrische Netz nur schwer schnell erreichen kann, und eine Ergänzung zu Unterseekabeln und Landleitungen bieten. Mit der Inbetriebnahme der 16 Antennen wird sich der weitere Ausbau auf die Satellitenverbindungseinstellung, den terrestrischen Netzverkehrszugang, die Einführung von Breitbanddiensten und die langfristige Betriebsvalidierung konzentrieren. Die Bodenstation in Gandoul wird zudem verstärkt die Datenübertragungsaufgaben zwischen dem Senegal und internationalen Satellitennetzen übernehmen.

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