Kasachstan treibt Infrastrukturausbau des 250-MW-„Data Center Valley“ voran
2026-07-14 10:18
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de.wedoany.com-Bericht: Am 13. Juli berichtete der kasachische Premierminister Olzhas Bektenov Präsident Kassym-Schomart Tokajew über den Fortschritt des Projekts „Data Center Valley“. Kasachstan arbeitet mit globalen Technologieunternehmen wie dem US-amerikanischen KI-Infrastruktur-Unternehmen Firebird und dem US-Chiphersteller NVIDIA zusammen, um ein Rechenzentrum und eine KI-Computing-Infrastruktur mit einer Anfangskapazität von 250 MW zu errichten. Das Volumen der entsprechenden Projektvereinbarungen übersteigt bereits 10 Milliarden US-Dollar.

Das „Data Center Valley“ soll in der kasachischen Stadt Ekibastus entstehen, wobei das Rechenzentrum in der Nähe des staatlichen Kraftwerks GRES-1 in Ekibastus gebaut wird. Die Ansiedlung eines stromintensiven Rechenzentrumsclusters in der Nähe großer Stromquellen verringert die Auswirkungen langer Übertragungswege auf die Projektkosten und die Stromversorgungsstabilität und schafft die Grundvoraussetzungen für den kontinuierlichen Betrieb von Servern, GPU-Clustern, Kühlsystemen und Netzwerkgeräten.

Nach dem derzeit veröffentlichten Bauplan handelt es sich bei dem Projekt nicht um ein einzelnes, isoliertes Rechenzentrum, sondern um einen erweiterbaren Rechenzentrumscluster. Der Standort verfügt derzeit über eine nutzbare Stromkapazität von etwa 300 MW; in der weiteren Planung ist eine schrittweise Erhöhung der Kapazität auf 1 GW vorgesehen. Die in dem Regierungsbericht genannten 250 MW beziehen sich auf den Umfang der derzeit im Bau befindlichen Rechenzentrumsinfrastruktur und entsprechen nicht der endgültigen Kapazität des gesamten Parks.

Ein Rechenzentrumscluster dieser Größenordnung erfordert den gleichzeitigen Bau von Serverräumen, Umspannwerken, Mittel- und Hochspannungsverteilsystemen, Notstromversorgungen, unterbrechungsfreien Stromversorgungen (USV), Kühleinrichtungen, Brandschutzsystemen und einem Glasfasernetz innerhalb des Parks. Neben dem Hochgeschwindigkeitsnetz im Park muss das Projekt auch internationale Kommunikationskanäle zu den wichtigsten digitalen Knotenpunkten in Europa und Asien ausbauen, um die Datenübertragungslatenz für Cloud-Computing- und KI-Dienste zu reduzieren. Die kasachische Seite hat die internationale Netzwerkanbindung als wichtigen Bestandteil des Projektaufbaus eingestuft.

Das Projekt plant die Bereitstellung von etwa 100.000 GPUs der nächsten Generation, darunter Produkte der NVIDIA GB300- und Vera-Rubin-Architektur, um einen groß angelegten KI-Computing-Cluster zu bilden. Bevor die GPU-Geräte in die Serverräume eingebracht werden können, muss der Park zunächst die Stromkapazität, die Tragfähigkeit der Racks, die Hochdichteverteilung, die Kühlung und die Datenübertragungssysteme fertigstellen. Im Vergleich zu herkömmlichen Unternehmensrechenzentren erhöht die konzentrierte Bereitstellung vieler KI-Server die Leistung pro Rack und den Kühlbedarf erheblich. Daher bestimmen die Stromversorgungs- und Kühlsysteme direkt, wie viel nutzbare Rechenleistung das Projekt letztendlich bereitstellen kann.

Vom Baufortschritt her hat Kasachstan den Kooperationsrahmen und die wichtigsten technischen Voraussetzungen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Firebird und NVIDIA abgestimmt und mit dem Bau der 250-MW-Infrastruktur begonnen. Firebird hat sich zum Ziel gesetzt, die entsprechende Rechenleistung bis 2027 zu aktivieren. Die offiziellen Stellen haben jedoch bisher keine Angaben zur Fläche der ersten Rechenzentrumsgebäude, zur Anzahl der Serverräume, zu den Bauunternehmern oder zu den Zeitplänen für die Inbetriebnahme der einzelnen Bauabschnitte gemacht.

Parallel dazu treibt die kasachische Regierung die landesweite Modernisierung der Energie- und Versorgungseinrichtungen voran. In diesem Jahr ist die Sanierung von neun Stromaggregaten, 55 Kesseln und 51 Turbinen geplant. Hierfür sind 384 Milliarden Tenge vorgesehen. Bis Ende des Jahres sollen 12.000 Kilometer an technischen Netzen repariert sein. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Mittel und Arbeiten Teil des nationalen Modernisierungsprogramms für Energie und öffentliche Versorgung sind. Die offiziellen Stellen haben nicht bestätigt, dass diese vollständig dem „Data Center Valley“ zugutekommen; sie können daher nicht direkt dem Bauumfang des Rechenzentrumsprojekts zugerechnet werden.

Die nächste entscheidende Bauphase des „Data Center Valley“ konzentriert sich auf die schrittweise Fertigstellung der Stromversorgungseinrichtungen des Parks, der Rechenzentrumsgebäude, der Kühlsysteme, des Glasfasernetzes und der GPU-Computing-Cluster. Ob das Projekt bis 2027 die erste nutzbare Rechenleistung bereitstellen kann, hängt davon ab, ob die 250-MW-Strominfrastruktur termingerecht fertiggestellt wird und ob die Serverausrüstung, die Netzwerksysteme und die Umgebung der Serverräume gleichzeitig in Betrieb genommen und getestet werden können.

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