de.wedoany.com-Bericht: Am 14. Juli 2026 wird das gemeinsame SONRISA-Projekt von der Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH geleitet und im Rahmen des LuFoVII-1-Programms der Bundesrepublik Deutschland unter dem Förderkennzeichen 20X2401C gefördert. Zu den Projektpartnern gehören die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, die Boeing Deutschland GmbH, Materialise, die MTU Aero Engines AG, und als assoziierter Partner die Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH.
Das Kernziel des Projekts ist die Entwicklung eines digitalisierten, standardisierten Qualitätssicherungskonzepts für gewichtsoptimierte, im 3D-Druck gefertigte Luftfahrtkomponenten. Das Konsortium strebt an, durch In-situ- und Ex-situ-Prozessüberwachung sowie statistische Prozesskontrolle die Stabilität und Reproduzierbarkeit des Laser-Pulverbettschmelzverfahrens (PBF-LB/M) sicherzustellen und so den Zulassungsprozess von Bauteilen in der Luftfahrt zu verkürzen. Durch den Aufbau einer robusten Dateninfrastruktur, den Einsatz fortschrittlicher Analysemethoden und optimierte Prüfkonzepte sollen Kosten, Zeit- und Energieaufwand in der Qualitätssicherung reduziert, internationale Standardisierungsarbeiten (EASA, FAA) unterstützt und die Nachhaltigkeit in der Luftfahrtindustrie gefördert werden.
Im Rahmen des Teilprojekts ist Materialise, ein weltweit führender Anbieter von 3D-Druck-Software und -Dienstleistungen, für die Entwicklung digitaler Konzepte zur Qualitätsbewertung von metallischen PBF-LB/M-Bauteilen verantwortlich. Durch die Integration und Analyse von Prozess- und Prüfdaten (wie Temperatur-, Bild- und CT-Daten) werden automatisierte, datenbasierte Abnahmeentscheidungen ermöglicht. Darüber hinaus entwickelt das Team einen Arbeitsablauf für virtuelle Machbarkeitstests im 3D-Druck, der bereits in der CAD-Entwurfsphase direkte Auswirkungen haben wird. Materialise erwartet, dass diese Arbeiten zu technischen und nachhaltigen Verbesserungen führen, die methodische Grundlage im Bereich der Qualitätssicherung stärken und das Softwareproduktportfolio für die Luftfahrt sowie weitere zertifizierte Märkte erweitern.
Bart Van der Schueren, Chief Technology Officer von Materialise, erklärt: „Bei diesem Projekt geht es ganz um Vertrauensbildung. Wir haben die Möglichkeit, eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Wahrnehmung und Einführung der additiven Fertigung in der Luftfahrt zu spielen und der Branche zu beweisen, dass diese Technologie die benötigten Bauteile in der geforderten Qualität und zu den gewünschten Preispunkten liefern kann. Als bevorzugter Partner für additive Fertigung in der Luft- und Raumfahrt treibt Materialise diese Bewegung seit Jahren voran; jetzt freuen wir uns zu sehen, wie dieses Projekt der Luft- und Raumfahrtindustrie hilft, eine nachhaltigere und kosteneffizientere Zukunft anzustreben.“










