de.wedoany.com-Bericht: Der jakutische Regierungschef Aysen Nikolajew erklärte kürzlich, dass die Republik den Bau einer kleinen Raffinerie mit Diesel als Hauptprodukt plane, und hält diese Planung unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen für sinnvoller.

Nikolajew wies in einem Interview mit der Zeitung „Wedomosti“ darauf hin, dass der Bau einer großen Raffinerie mit einer Kapazität von mehreren Millionen Tonnen aus wirtschaftlicher Sicht derzeit nicht angemessen sei. Die derzeitige finanzpolitische Regelung für die Erdölverarbeitung mache solche Projekte unrentabel. Der jährliche Verbrauch an Erdölprodukten in Jakutien betrage etwa 1,3 Millionen Tonnen, davon 80 % Diesel. Derzeit sei es günstiger, Kerosin und andere Brennstoffe zu importieren, als eine eigene Produktion aufzubauen, jedoch steige der Anteil der Logistikkosten am Endpreis der Brennstoffe stetig.
Sollten die Transportdienstleistungspreise weiter steigen, könnte der Bau einer kleinen Raffinerie wirtschaftlich tragfähig werden und die Inlandsnachfrage effizienter decken. Derzeit ist die Region vollständig auf importierte Brennstoffe angewiesen. Mit Unterstützung der lokalen Regierung und des föderalen Zentrums habe der Hauptlieferant, die Aktiengesellschaft „Sakhaneftegazsbyt“, Brennstoffreserven aufgebaut.
Gemäß der Anweisung des stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten Alexander Nowak wurde in der Region die vorrangige Brennstoffmenge für den Nordtransportplan festgelegt und ein präziser Verladezeitplan für Juli und August genehmigt, um die rechtzeitige Lieferung von Brennstoffen in die abgelegenen Gebiete Jakutiens sicherzustellen. Wie der Minister für Zivilschutz und Lebenssicherheit der Republik, Dmitri Leptschikow, mitteilte, wurden einige Börsengeschäfte annulliert, und die Republik habe mit dem russischen Erdgasindustrie-Unternehmen Gazprom Neft eine vorläufige Vereinbarung über die direkte Eisenbahnlieferung von Diesel getroffen. Derzeit werden Erdölprodukte per Bahn und auf dem Wasserweg (von Archangelsk über die Nordseeroute) nach Jakutien transportiert.










