de.wedoany.com-Bericht: Die globale Energiewende treibt die Nachfrage nach kritischen Mineralien in die Höhe, während traditionelle oberflächliche Lagerstätten schneller erschöpft werden. Endress+Hauser hat für die rauen Bedingungen des Untertagebergbaus präzise Mess- und Sicherheitssteuerungslösungen entwickelt. Marktforschung zeigt, dass die Produktivität dieser Branche zwischen 2004 und 2014 um 35 % zurückging, wobei der Einsatz von Automatisierungstechnik als Schlüssel zur Umkehr dieses Trends gilt.

Untertagebergwerke sind Risiken wie Methanansammlungen und explosiven Staub ausgesetzt. Endress+Hauser begegnet diesen Herausforderungen mit Sensoren und Messumformern der Sicherheitsintegritätsstufe 3 (SIL 3). Diese Geräte sind eigensicher, da sie durch Begrenzung von Spannung und Stromfluss Funkenbildung verhindern, während Telemetriedaten drahtlos an verstärkte Kontrollräume übertragen werden. Bei der Überwachung von Schächten und Silos setzt das Unternehmen auf 80-GHz-FMCW-Radartechnologie, die Millimeterwellen nutzt, um Staub zu durchdringen und Gelände auf 125 Meter Entfernung mit einer absoluten Genauigkeit von 3 mm zu kartieren, bei Umgebungstemperaturen bis zu 450 °C. Im Kanmantoo-Bergwerk erweiterte diese Technologie die Betriebskapazität von Bunkern ohne bauliche Maßnahmen. Für Schlämme, bei denen Radar ungeeignet ist, kommt integrierte Strahlungsmesstechnik zum Einsatz. Neue Szintillationsdetektoren bieten höhere Empfindlichkeit und eine um 80 % geringere Strahlendosis als herkömmliche Verfahren, was die Lebensdauer von Nuklearisotopen im Bergbau verlängert und die Exposition des Personals reduziert.
Die untertägige Abwasserbehandlung und Pumpvorgänge verbrauchen etwa 10 % des Investitionskapitals. Bei der Rettungsaktion im Bakyrchik-Projekt ermöglichten installierte Durchflussmesser und Druckmessumformer die Entwässerung vollständig überfluteter Stollen. Das System regulierte den Wasserfluss, verhinderte Rohrbrüche und senkte durch seine Langlebigkeit die Wartungsfrequenz auf einmal jährlich. Eine 2025 geschlossene Unternehmenskooperation und die 2024 abgeschlossene Infrastruktur-Akquisition verschafften dem Unternehmen eine führende Position in der Untertage-Luftüberwachung. Laserspektroskopie wird zur Erfassung von Schwefelwasserstoff eingesetzt, ohne dass giftige Chemikalien verarbeitet werden müssen; ein optischer Streulichtphotometer misst einatembaren Staub. Die Daten steuern die Leistung externer Lüfter zur Regulierung des Stromverbrauchs. Im Laugungsprozess der Kittilä-Goldmine korrodierten herkömmliche Sensoren mit Metallteilen durch die Lösung, während magnetinduktive Sonden Säuremessungen in digitale Werte umwandeln und Energie elektromagnetisch übertragen – ohne freiliegende Metallkabel, was den Wartungsaufwand um 90 % reduziert.
Trägheitsdichtemesser überwachen die Dieselübergabe mit einer Messfehlerrate von 0,1 % und erzielen durch Erkennung von Wasserverunreinigungen einen buchhalterischen Gewinn von 0,25 %. Das gesamte Ökosystem ist mit der industriellen IoT-Plattform verbunden und verwaltet über 12.000 Sensoren. Als Hauptinstrumentenlieferant für Großprojekte übernimmt Endress+Hauser die gesamte Datenanalyse, beseitigt logistische Ineffizienzen, reduziert Ersatzteillisten und ermöglicht eine sichere und kosteneffektive Steuerung.










