de.wedoany.com-Bericht: Schneider Electric hat eine strategische Allianz mit dem Energietechnologieunternehmen Kraken geschlossen, um gemeinsam Lösungen für Energieversorger und Verteilnetzbetreiber (DSO) zu entwickeln. Ziel ist es, die Netzflexibilität und -transparenz zu verbessern, den Anschluss von Rechenzentren und großen industriellen Lasten zu beschleunigen und die vorhandene Kapazität ohne langfristige Infrastrukturmaßnahmen optimal zu nutzen.

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf Netzüberwachung, Engpassprognose und Echtzeit-Lastmanagement. Schneider Electric ist der Ansicht, dass Plattformen wie One Digital Grid Platform und EcoStruxure DERMS den Betreibern eine Echtzeittransparenz über Netzengpässe bieten können. Kraken integriert über seine KI-Plattform dezentrale Energiequellen, Elektrofahrzeuge, Hausbatterien, Wärmepumpen und industrielle Lasten, um Lastverschiebungen und einen Echtzeit-Netzausgleich zu ermöglichen. Die beiden Unternehmen geben an, dass diese Fähigkeiten dazu beitragen, die Nutzung der bestehenden Infrastruktur zu optimieren, neue Netzinvestitionen hinauszuzögern und die Stromkosten für Verbraucher und Industriekunden zu senken.
Analysten schätzen den Wert der Nachfrageflexibilität im globalen Gewerbe- und Industriesektor auf jährlich bis zu einer Billion US-Dollar. Allein im Jahr 2024 lag der Stromverbrauch von Rechenzentren bei rund 415 TWh, und bis 2030 wird eine Verdoppelung erwartet. Herkömmliche Lösungsansätze setzen meist auf groß angelegte Infrastrukturerweiterungen, die kostenintensiv und zeitaufwendig sind und zu verzögerten Anschlüssen sowie steigenden Kosten führen. Die neue Allianz versucht, diesen Engpass mit Software- und Plattformlösungen zu überwinden.
Kraken-CEO Amir Orad erklärte, dass die Beschleunigung der Flexibilität eine Beschleunigung des Energiezugangs bedeute. Künstliche Intelligenz sei sowohl ein Treiber der Nachfragesteigerung als auch ein Werkzeug zur Revolutionierung der Netzkapazitäten. Frédéric Godemel, Executive Vice President für Energiemanagement bei Schneider Electric, wies darauf hin, dass das Ziel darin bestehe, interoperable Energiesysteme zu schaffen. Durch die Kombination mit Partnern wie Kraken könne man Kunden helfen, die Komplexität zu reduzieren, ungenutzte Kapazitäten freizusetzen und frühzeitig Werte zu schaffen.










