de.wedoany.com-Bericht: Die Regierung von Westaustralien hat mit den traditionellen Eigentümern eine Vereinbarung über die Gestaltungsgrundsätze des Projekts der Lloyd Street Bridge in Midland getroffen. Die Brücke tritt nun in die Phase der detaillierten Planung ein.
Der neue Entwurf sieht eine 180 Meter lange Brücke vor, die den größten Teil des Überschwemmungsgebiets des Helena River überspannt. Zwei Stützpfeiler werden an Stellen errichtet, die weit entfernt von kulturell sensiblen Bereichen liegen, einschließlich des Helena River und eines saisonalen Tümpels entlang der Strecke. Der überarbeitete Entwurf reduziert zudem den Flächenverbrauch des Projekts, wodurch voraussichtlich etwa 20 % weniger Vegetation gerodet werden muss. Die Brücke wird in beide Richtungen jeweils zwei Fahrspuren sowie Geh- und Radwege umfassen.
Die neu gestaltete Brücke wird Midland mit dem Industriegebiet Hazelmere verbinden und Teil einer durchgehenden Lloyd Street-Verbindung zwischen der Great Eastern Highway und der Great Eastern Highway Bypass sein. Das Projekt wird außerdem die Lloyd Street bis zur Kreuzung der Great Eastern Highway Bypass mit der Abernethy Road verlängern. Diese Verbindung soll den Güter- und Geschäftsverkehr zwischen Hazelmere, Midland und dem weiteren östlichen Vorortstraßennetz verbessern und gleichzeitig die lokalen Straßen wie Stirling Crescent, Military Road und Clayton Street entlasten. Das Industriegebiet Hazelmere ist ein wichtiges Beschäftigungs- und Logistikzentrum, für das zuverlässige Straßenverbindungen für Unternehmen, Arbeiter und Güterverkehrsbetreiber von entscheidender Bedeutung sind.
Die Verbindung der Lloyd Street mit der Great Eastern Highway Bypass wird eine seit langem geplante Anbindung zwischen der Umgehungsstraße und der Great Eastern Highway vervollständigen. Das Projekt schafft zudem die Voraussetzungen für den künftigen Bau der geplanten Anschlussstelle zwischen der Roe Highway und der Great Eastern Highway Bypass, wodurch der Güterverkehr im östlichen Industriekorridor von Perth weiter verbessert werden könnte.
Die Regierung von Westaustralien, die Hauptstraßenbehörde Main Roads und die Stadt Swan haben gemeinsam mit den traditionellen Eigentümern und der Bibbul Ngarma Aboriginal Association alternative Entwurfslösungen erarbeitet, nachdem 2022 von indigenen Gruppen und der Gemeinschaft Bedenken hinsichtlich des Erbes und der Umwelt am ursprünglichen Entwurf geäußert worden waren. Die westaustralische Verkehrsministerin Rita Saffioti erklärte, das Ergebnis sei nach vier Jahren Konsultationen, Designstudien und Zusammenarbeit erzielt worden. Die Abgeordnete des Bundeswahlkreises Hasluck, Tania Lawrence, ist der Ansicht, dass der überarbeitete Entwurf eine ausgewogene Lösung zwischen Verkehrsanbindung sowie Umwelt- und Kulturerbeschutz darstellt.
Das Projekt wird von Main Roads im Auftrag der Stadt Swan durchgeführt und von der australischen Bundesregierung sowie der Regierung von Westaustralien finanziert. Es folgen nun die detaillierte Planung, Standortuntersuchungen und die weitere Einbindung von Interessengruppen. Wenn der Planungs- und Genehmigungsprozess wie vorgesehen verläuft, könnten die Bauarbeiten etwa Ende 2026 beginnen.










