de.wedoany.com-Bericht: Indien und Deutschland stehen kurz vor der Unterzeichnung des Project-75I-U-Boot-Abkommens im Wert von 900 Milliarden Rupien (über 80 Milliarden Euro). Der deutsche Botschafter in Indien, Philipp Ackermann, bestätigte, dass die Unterzeichnung möglicherweise bereits im nächsten Monat erfolgen könnte.
Project-75I ist eines der wichtigsten Modernisierungsprojekte der indischen Marine. Geplant ist der Bau von sechs konventionellen U-Booten des Typs 214 für die indische Marine im Inland. Diese U-Boote sind mit außenluftunabhängiger Antriebstechnik (AIP) ausgestattet und können bis zu zwei Wochen ohne Auftauchen unter Wasser bleiben, was eine höhere Tarnfähigkeit und die Fähigkeit zur Durchführung weitreichender Missionen bietet. Das Abkommen wird durch die Zusammenarbeit zwischen ThyssenKrupp Marine Systems aus Deutschland und der indischen Werft Mazagon Dock Shipbuilders umgesetzt, mit einer Kombination aus lokalem Bau und Technologietransfer. Es wird erwartet, dass der Lokalisierungsgrad der U-Boote letztendlich 60 % erreichen kann.
Ackermann erklärte gegenüber Journalisten am Rande einer Branchenveranstaltung der Indo-German Chamber of Commerce, dass er sehr hoffe und davon überzeugt sei, dass das Abkommen im nächsten Monat unterzeichnet werde. Er beschrieb das U-Boot-Programm als das deutlichste Zeichen der vertieften deutsch-indischen Verteidigungszusammenarbeit und wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften beider Länder mit der Stärkung der Verteidigungsindustrie-Verbindungen kontinuierlich ausgeweitet werde.
Dieses Geschäft wird der Werft Mazagon Dock Shipbuilders in Mumbai eine beträchtliche langfristige Auftragspipeline verschaffen und gleichzeitig der indischen Marine helfen, ihre alternde U-Boot-Flotte zu ersetzen und Tarnfähigkeit, Unterwasser-Ausdauer sowie Kampfsystemniveau zu verbessern. Das U-Boot-Programm ist zu einem Schlüsselsymbol der deutsch-indischen Verteidigungsindustrie-Zusammenarbeit geworden und spiegelt wider, dass sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern von symbolischen Kontakten hin zu substanziellen Joint-Venture-Produktionen und Technologiepartnerschaften entwickeln.










