de.wedoany.com-Bericht: Die Hafenverwaltungsgesellschaft von Maranhão (Empresa Maranhense de Administración Portuaria, kurz Emap S.A.) hat die Anlege- und Ablegevorschriften für den Hafen Itaqui (Puerto de Itaqui) aktualisiert. Die neuen Regelungen umfassen die Organisation des Seeverkehrs, Betriebsabläufe sowie Standards für die Nutzung der Liegeplätze und treten am 1. September 2026 offiziell in Kraft.

Das Dokument wurde am 24. Juli 2026 im Amtsblatt des Bundesstaates Maranhão (Boletín Oficial del Estado de Maranhão, kurz Doema) veröffentlicht und gilt für Schiffe, die nach dem Inkrafttreten eintreffen. Diese Überarbeitung ersetzt die bisherige Fassung, die seit Oktober 2023 in Kraft war, und zielt darauf ab, die Modernisierung der Hafenbetriebsabläufe voranzutreiben, die Auslastung der Hafeninfrastruktur zu verbessern und allen Beteiligten im Hafengebiet klarere Betriebserwartungen zu bieten.
Die Präsidentin des Hafens Itaqui, Oquerlina Costa, erklärte, der Hafen befinde sich derzeit in einem Prozess des Wachstums und der Modernisierung und benötige klare Vorschriften, um allen Betreibern zu dienen. Sie wies außerdem darauf hin, dass die neuen Regelungen Schiffe anerkennen und priorisieren, die sich für nachhaltige Entwicklung engagieren, und die Hafenverwaltung damit an internationale Branchenpraktiken angleichen.
Die neuen Regelungen erweitern den Anwendungsbereich der Betriebsfenster und führen einen Modus für bedingtes Anlegen ein. Dieser Modus ermöglicht es, vor der Ankunft des Schiffs den Abfahrts- und Ankunftstermin vorab festzulegen und für jeden Anlauf spezifische Liegeplatzregeln, Prioritätskriterien und Liegezeitlimits festzulegen, um die Wartezeiten nach der Ankunft zu reduzieren und die Organisation der Abfertigungsreihenfolge zu optimieren.
Das Dokument enthält detailliertere Bestimmungen für Umladevorgänge und unterscheidet zwischen regulären Umladeflotten und Schiff-zu-Schiff-Operationen, wobei jeweils eigene Regeln für Festmacherarbeiten, Vorbereitung und Serviceabfolge festgelegt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Regelungen ist die Priorität für nachhaltige Schiffe beim Anlegen. Schiffe, die über international anerkannte Umweltzertifizierungen verfügen, im Schiffs-Umweltindex (ESI) mindestens 60 Punkte erreichen und auf der RightShip-Plattform eine Gesamtbewertung von A+ erhalten, können diese Prioritätsberechtigung beantragen.
Die neue Fassung passt außerdem die zeitlichen Abläufe und Annahmeverfahren für Anlaufanträge an, aktualisiert die Diagramme zur Betriebsproduktivität nach Frachtkategorien und verschärft die Bewertungskriterien für die Schiffsleistung. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, bestehende Verträge und die Warteschlangenverwaltung zu koordinieren und allen Beteiligten im Hafengebiet einen ausgewogenen Service zu gewährleisten.










