de.wedoany.com-Bericht: Der tschechische Hersteller von schweren Geländefahrzeugen Torsus hat in Ilava in der Slowakei ein zweites Fertigungswerk eröffnet, um seine Engineering- und Produktionsaktivitäten auszubauen. Das neue Werk schafft 100 zusätzliche Arbeitsplätze und erweitert Personal, Ausrüstung und Kapazitäten für die Produktion der Baureihen Terrastorm und Praetorian. Gleichzeitig stärkt es die Fähigkeit von Torsus, Spezialfahrzeuge für Branchen wie Bergbau, Energie, Notfallhilfe, Bauwesen, Regierung und abgelegene Industrieanwendungen zu entwickeln.
Zusammen mit dem bestehenden Vormontagewerk in Horné Srnie bringt das Werk in Ilava die gesamte Fertigungsfläche von Torsus auf 9.420 Quadratmeter, mit einem slowakischen Produktionsteam von über 150 Mitarbeitern. Das erweiterte Werk kann jährlich bis zu 200 Terrastorm- und 50 Praetorian-Fahrzeuge produzieren und gleichzeitig mehrere Fahrzeugmodelle und Kundenprojekte parallel vorantreiben.

Torsus hat bisher über 350 Projekte abgeschlossen und mehr als 5.000 Fahrzeuge an Kunden in über 20 Ländern auf vier Kontinenten geliefert. Die Slowakei ist eines der führenden Automobilfertigungszentren Europas und verfügt über hochqualifizierte Ingenieurtalente, ein etabliertes Zulieferernetzwerk und umfangreiche Erfahrung im Fahrzeugbau. Ihre zentrale Lage in Mitteleuropa ermöglicht Torsus den Zugang zu wichtigen internationalen Straßen-, Schienen-, Hafen- und Logistiknetzen und unterstützt die Lieferung von Fahrzeugen, Komponenten und Ersatzteilen an Kunden weltweit.
Das Werk in Ilava integriert digitales Engineering, Prototypenbau, spezialisierte Metallbearbeitung, Fahrzeugmontage, Qualitätskontrolle und Teileversorgung zu einem koordinierten Betriebsganzen. Das Herzstück des Werks ist das digitale Forschungs- und Entwicklungszentrum von Torsus, in dem Ingenieure Fahrzeugsysteme, spezielle Umbaukonzepte und kundenspezifische Ausrüstung entwickeln. Fortschrittliche CAD-Software, darunter SolidWorks und Plasticity, ermöglicht es dem Team, detaillierte 3D-Modelle von Teilen, Baugruppen und kompletten Fahrzeugsystemen zu erstellen, bevor die Produktion beginnt; der interne 3D-Druck beschleunigt die Entwicklung von kundenspezifischen Teilen, Gehäusen, Schnittstellen und Montagesystemen, sodass Ingenieure schnell vom digitalen Konzept zum physischen Prototyp übergehen, ihn am Fahrzeug bewerten und modifizieren können, ohne auf herkömmliche externe Werkzeuge warten zu müssen. Ein spezieller Prototypenbereich, separate Fahrzeugheber und professionelle Engineering-Arbeitsplätze ermöglichen es, Entwicklungsarbeiten parallel zur regulären Fahrzeugproduktion durchzuführen.

Ein Schwerpunkt der Engineering-Aktivitäten von Torsus ist das schwere 4x4-HD-System für spezielle Nutzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 5,5 Tonnen. Dieses System kombiniert einen Kriechgang mit Differenzialsperren und bietet dem Bediener verbesserte Traktion, Drehmomentkontrolle und Manövrierfähigkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten – geeignet für steile Steigungen, Schlamm, losen Untergrund, Achsverschränkung und raues Gelände. Diese Konfiguration ist keine Standardlösung, die Volkswagen oder MAN für solche Fahrzeuge anbietet; Torsus hat das System für Anwendungen entwickelt und integriert, bei denen der kontinuierliche Vorwärtsantrieb des Fahrzeugs entscheidend ist. Der Antriebsstrang wird zusammen mit verstärkter Federung, Unterbodenschutz, Entlüftungen für den Antriebsstrang, Elektronik und Kundenausrüstung entwickelt, wobei Fahrzeuggewicht, Achslast, Schwerpunkt und Federungsverhalten bewertet werden, um Stabilität und Kontrollierbarkeit des Gesamtfahrzeugs unter voll beladenen Geländebedingungen sicherzustellen.
Das Werk in Ilava unterstützt die beiden Hauptmodellreihen von Torsus. Der Terrastorm ist eine hochgradig anpassungsfähige schwere 4x4-Plattform für Anwendungen wie Personentransport, Notfallhilfe, Fracht, Versorgungsunterstützung, mobile Reparaturwerkstätten, medizinische Einheiten, Krane und Expeditionsfahrzeuge; der Praetorian ist der Flaggschiff-Bus von Torsus für schwere 4x4-Geländeeinsätze, der speziell für den Transport von Personen und Ausrüstung in Gelände entwickelt wurde, das mit herkömmlichen Bussen nicht befahrbar ist. Jedes Modell wird rund um seine Einsatzrolle entwickelt und berücksichtigt im Engineering-Prozess Faktoren wie Passagiersicherheit, Gerätezugang, Stromversorgung, Belüftung, Wassersysteme, Gewichtsverteilung und strukturelle Integration. Interne Laserschneide- und Metallbiegekapazitäten ermöglichen es Torsus, Strukturbauteile, Unterbodenschutz, Halterungen und kundenspezifische Teile herzustellen und dabei Präzision, Qualität und Lieferzeiten genauer zu kontrollieren.
Torsus baut seine Fertigungsprozesse nach den Standards der Volkswagen AG auf, einschließlich Wareneingangsprüfung, Montageabläufen, Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Endfahrzeugzertifizierung. Vakhtang Dzhukashvili, Gründer und CEO von Torsus, erklärte, dass die Slowakei Torsus herausragende Automobiltechnik-Kompetenz, ein starkes Zulieferernetzwerk und eine ideale Lage für den Service globaler Kunden biete; das neue Werk verschaffe dem Team mehr Raum, größere Produktionskapazitäten und Werkzeuge für schnellere Iterationen vom digitalen Design über Prototypen bis hin zu fertigen Fahrzeugen. Torsus-Fahrzeuge werden über das internationale Händlernetz des Unternehmens verkauft und durch globale Volkswagen- und MAN-Servicezentren unterstützt. Jedes Fahrzeug ist mit einer zweijährigen globalen Garantie und umfassendem Kundendienst ausgestattet, in einigen Märkten werden zusätzlich erweiterte Garantieoptionen angeboten.









