Kapsch rollt satellitengestütztes Mautsystem auf rund 14.000 km Straßennetz in den Niederlanden und Belgien aus

2026-08-17 15:23
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de.wedoany.com-Bericht: Das österreichische Unternehmen Kapsch TrafficCom hat seine Geo Location Platform (GLP) in den Niederlanden für den Satellitenmautbetrieb bereitgestellt. Das in Wien ansässige Unternehmen bezeichnete diesen Schritt als wichtigen Meilenstein für seine Expansion im europäischen Mautsektor.

Die GLP ist derzeit in den Niederlanden, Belgien und Bulgarien im Einsatz und wird demnächst in Litauen eingeführt. Die Plattform bietet Mautbetreibern, Straßenverwaltungen, Mautdienstleistern, Flottenmanagement-Anbietern und Anbietern des Europäischen Elektronischen Mautdienstes (EETS) Satellitenmaut, Straßennutzungsgebühren und standortbasierte Geschäftsanwendungen. Die Plattform empfängt Positionsdaten von GNSS-fähigen Geräten, Smartphones, vernetzten Fahrzeugen oder On-Board-Units und identifiziert anschließend durch Map-Matching-Technologie die Straßennutzung, erstellt abrechnungsrelevante Fahrtberichte und liefert Mautberichte für die weitere Verarbeitung und Abrechnung.

Die Kernkompetenz dieser Lösung liegt in der Umwandlung roher GNSS-Daten in verifizierte Mautergebnisse. Die GLP verwendet eine offene, geräteunabhängige Architektur, die es Verwaltungen und Dienstleistern ermöglicht, verschiedene Datenquellen zu nutzen und gleichzeitig eine konsistente Transaktionserstellung und Mautlogik beizubehalten.

Derzeit erzeugt das System Mauttransaktionen auf einem Straßennetz von rund 14.000 Kilometern in den Niederlanden und Belgien, einschließlich des dichten Straßennetzes von Brüssel, das höchste Präzision erfordert. Justin Hamilton, Director of Location Charging bei Kapsch TrafficCom, erklärte, die Expansion in die Niederlande sei ein entscheidender Meilenstein und zeige, dass die Technologie bereit sei, neue Mautsysteme mit dem von Verwaltungen und Dienstleistern geforderten Maß an Genauigkeit und Zuverlässigkeit zu unterstützen. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen mit dem Betrieb der GLP in mehreren Ländern beweise, dass es in der Lage sei, die Intelligenz hinter der Satellitenmaut über verschiedene nationale Systeme, regulatorische Umgebungen und Straßennetze hinweg bereitzustellen.

In Belgien und Bulgarien unterstützt das System bereits die CO₂-Bepreisung. Kapsch gab an, dass die jüngste Bereitstellung auch die Position des Unternehmens im Wandel hin zu flexibleren, politikgesteuerten Mautsystemen stärke. Das Unternehmen erklärte, seine Plattform sei bereit, weitere in der EU-Richtlinie definierte Arten der externen Kostenbepreisung zu unterstützen, darunter Lärm und Luftverschmutzung; entsprechende Funktionen würden derzeit entwickelt, um den Anforderungen künftiger europäischer differenzierter Mautmodelle gerecht zu werden.

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