Tochtergesellschaft von China Communications Construction Company gelangt in die engere Auswahl für 35 km langen Hochgeschwindigkeitsbahntunnel in Australien
de.wedoany.com-Bericht: Am 17. August trat das Baulos AP1 der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Newcastle–Sydney in Australien in die frühe Auftragnehmerbeteiligungsphase ein. Drei Baukonsortien gelangten durch ein wettbewerbliches Vergabeverfahren in die engere Auswahl. John Holland, an dem China Communications Construction Company indirekt beteiligt ist, bildet gemeinsam mit Acciona ein Konsortium und beteiligt sich an der Entwurfsplanung, der Bauorganisation und der Kostenkalkulation für dieses Baulos.

Die beiden anderen in der engeren Auswahl befindlichen Parteien sind das Advanced Alliance-Konsortium und das GoFar-Konsortium. Advanced Alliance setzt sich aus Gamuda Engineering, FCC Construction Australia und Samsung C&T Corporation zusammen; GoFar besteht aus CPB Contractors, Ferrovial Construction (Australia) und VINCI Construction Grands Projets Australia.
Das Baulos AP1 umfasst den Abschnitt von Berowra bis Olimbah. Zu den Hauptbauleistungen gehören der Bau von etwa 35 km zweigleisigen Tunneln mittels Tunnelbohrmaschinen, der Bau des Hochgeschwindigkeitsbahn-Bahnhofs Central Coast in Gosford sowie die Installation von Gleisen im Streckenabschnitt, Bahnhofssystemen und zugehörigen Bodenanlagen. In der ECI-Phase werden wettbewerbliche Lösungen zu Themen wie Streckenoptimierung, Tunneldurchmesser, Konfiguration der Tunnelbohrmaschinen, Bahnhofsstruktur, Bauzeit und Kosten erarbeitet.
Die drei Konsortien werden im Rahmen eines Vergütungsmechanismus jeweils die vertiefte Planung, den Bauplan und das Angebot erstellen. Die Hochgeschwindigkeitsbahnbehörde wird die entsprechenden Ergebnisse nutzen, um Projektumfang, Kosten und Genehmigungswege festzulegen. Die australische Regierung wird nach Abschluss der Entwicklungsphase eine Investitionsentscheidung treffen, und die Hochgeschwindigkeitsbahnbehörde wird den bevorzugten Auftragnehmer für das Baulos AP1 auswählen. Bis zum Abschluss des staatlichen Entscheidungsverfahrens werden keine größeren Bauaufträge vergeben.
Die Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Newcastle–Sydney ist im Februar 2026 in eine zweijährige Entwicklungsphase eingetreten. Die australische Regierung hat für diese Phase 659,6 Millionen AUD bereitgestellt. Zu den entsprechenden Arbeiten gehören die Detailplanung, Umwelt- und Planungsgenehmigungen, die Ermittlung der Baukosten sowie die Untersuchung von Finanzierungsmodellen. Das Projekt sieht den Bau von etwa 194 km neuer Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke vor, mit einer maximalen Betriebsgeschwindigkeit von 320 km/h. Die Fahrzeit zwischen Newcastle und Sydney soll auf etwa eine Stunde verkürzt werden, die Fahrzeit von der Central Coast zu beiden Städten jeweils auf etwa 30 Minuten.
John Holland hat seinen Hauptsitz in Australien und ist ein bedeutender lokaler Bauunternehmer für Verkehrs- und Infrastrukturprojekte. CCCI International übernahm das Unternehmen im Jahr 2015; der Transaktionsunternehmenswert betrug etwa 1,15 Milliarden AUD. Derzeit ist die Muttergesellschaft von John Holland, CCCC International Holding Limited, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von China Communications Construction Company. Somit ist John Holland ein indirekt gehaltenes hundertprozentiges Tochterunternehmen von China Communications Construction Company.
Neben dem aktuellen Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt ist John Holland in jüngster Zeit auch an der Melbourne Suburban Rail Loop und dem Sydney Metro West-Projekt beteiligt. China Communications Construction Company hat im Juli die Übernahme von Gewährleistungen für die jeweiligen Vertragserfüllungsverpflichtungen gebilligt. Die Haftungsobergrenzen für die Gewährleistungen der beiden Projekte betragen 358 Millionen AUD bzw. 1,377 Milliarden AUD, zusammen 1,735 Milliarden AUD.
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