Iberdrola schließt 100-Millionen-Euro-Umbauprogramm für das Stromnetz in Valencia, Spanien, ab

2026-09-16 09:17
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de.wedoany.com-Bericht: Am 15. September gab Iberdrola den Abschluss des „il·lumina-Programms" in Valencia bekannt. Insgesamt wurden 100 Millionen Euro investiert, um das Verteilnetz, das bei der Flutkatastrophe 2024 beschädigt wurde, wiederherzustellen, wiederaufzubauen und zu modernisieren. Im Rahmen des Programms waren über 1.000 Fachkräfte im Einsatz. Es wurden rund 20 Umspannwerke instand gesetzt, 940 Verteiltransformatorenstationen erneuert, nahezu 460 Strommasten wiederaufgebaut und über 108.000 intelligente Stromzähler wiederhergestellt.

Ignacio Galán, CEO von Iberdrola, und Juanfran Pérez Llorca, Präsident der Regionalregierung von Valencia

Das il·lumina-Programm wurde im Januar 2025 offiziell vorgestellt, die Bauarbeiten begannen jedoch bereits Ende 2024. Zu den ersten Maßnahmen gehörten die Wiederherstellung der 132-kV-Hochspannungsanlagen in den Gebieten Catadau und Carlet sowie die gleichzeitige Vorbereitung der für Mittel- und Niederspannungsnetze, Verteiltransformatorenstationen und Umspannwerke erforderlichen Ausrüstung. Iberdrola plante damals, etwa 90 % der Bauaufgaben bis 2025 abzuschließen und das gesamte Projekt im Laufe des Jahres 2026 fertigzustellen; die neueste Ankündigung vom 15. September bestätigt, dass das Programm vollständig abgeschlossen ist.

Der Umbau umfasste die von der Flut betroffenen Hoch-, Mittel- und Niederspannungs-Verteilanlagen in Valencia. Neben der Wiederherstellung beschädigter Anlagen wurde auch der Automatisierungsgrad des Netzes erhöht und neue intelligente Transformatoren wurden installiert. Gleichzeitig wurden bestimmte Freileitungen unterirdisch verlegt sowie Umspannwerke angehoben und kompakter gestaltet. Die damit verbundenen Digitalisierungs- und Netzresilienzmaßnahmen richten sich an rund 650.000 Nutzer.

Während der Flutkatastrophe am 29. Oktober 2024 waren in den Regionen l'Horta Sud, Catadau-Carlet und Requena-Utiel-Buñol in Valencia zeitweise etwa 180.000 Nutzer ohne Strom. Das Iberdrola-Verteilnetzunternehmen i-DE mobilisierte damals rund 500 Mitarbeiter und Auftragnehmer sowie über 120 Stromaggregate; innerhalb von etwa 24 Stunden wurde die Hälfte der betroffenen Versorgung wiederhergestellt, nach 48 Stunden etwa 85 % und nach 72 Stunden war die Stromversorgung im Wesentlichen vollständig wiederhergestellt. Danach ging das Unternehmen zur dauerhaften Netzwiederherstellung und zum Geräte-Upgrade über.

Während der Projektumsetzung stellte Iberdrola ein eigenes 35-köpfiges Projektteam zusammen und richtete 5 Betriebsregionen sowie 7 Unterstützungsregionen ein, um rund 1.000 Auftragnehmer zu koordinieren. Der Projektumfang erstreckte sich über mehrere Ebenen, darunter Umspannwerke, Transformatorenstationen, Übertragungs- und Verteilleitungen, intelligente Stromzähler und Automatisierungsgeräte.

Neben dem diesmaligen gezielten Umbauprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro plant Iberdrola, bis 2031 weitere knapp 2 Milliarden Euro in den Netzausbau in der Autonomen Gemeinschaft Valencia zu investieren. Das aktuelle il·lumina-Programm ist ein gezieltes Wiederherstellungs- und Modernisierungsprojekt nach der Flut, während die anschließende Investition von 2 Milliarden Euro dem langfristigen regionalen Ausbau der Übertragungs- und Verteilnetze dient.

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