Südkoreanische Stahlunternehmen weiten ihr Geschäft auf dem mexikanischen Markt aus
2025-08-14 09:17
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Laut der Korea Post stehen südkoreanische Stahlunternehmen vor großen Anpassungen ihrer Investitions- und Exportstrategien auf dem mexikanischen Markt, da Mexiko die Importbeschränkungen für asiatische Stahlprodukte verschärft und die Handelsspannungen mit den Vereinigten Staaten anhalten.

Mexiko ist der größte Stahlverbraucher Lateinamerikas. Die Stahlproduktion wird voraussichtlich 2024 18,2 Millionen Tonnen erreichen. Damit ist das Land der achtgrößte Stahlimporteur der Welt. Mexiko hat jedoch kürzlich sein Automatisches Importgenehmigungssystem (AAIPS) überarbeitet, um indirekte Stahlexporte aus Asien zu verhindern. Dies erschwert südkoreanischen Unternehmen den Eintritt in den mexikanischen Markt zusätzlich.

Nach Angaben des mexikanischen Stahlindustrieverbands (CANACERO) werden über 93 % des in Mexiko produzierten Stahls im Lichtbogenofenverfahren (EDF) hergestellt, wobei hauptsächlich importierter Stahlschrott als Rohstoff verwendet wird. Mexikos Schrottstahlimporte wurden im Jahr 2024 auf 300 Millionen US-Dollar geschätzt. Südkorea belegte 2024 mit 7,1 % den vierten Platz unter den Stahlexporteuren nach Mexiko und zeichnete sich durch eine besonders hochwertige Stahlproduktion aus.

Auf dem mexikanischen Stahlmarkt produzieren multinationale Stahlhersteller wie die luxemburgischen Unternehmen ArcelorMittal und ThyssenKrupp etwa 40–50 % der Stahlproduktion, während lokale Unternehmen wie Deseret, CMEC und Tenaris Tamsa Marktanteile gewinnen. Südkoreanische Unternehmen waren zuvor durch den Export von Teilen und Halbfertigprodukten aktiv in die mexikanische Stahllieferkette eingestiegen. Die jüngste Verschärfung der Importbestimmungen hat jedoch die Notwendigkeit einer Diversifizierung der Beschaffung und eines Ausbaus der lokalen Produktion deutlich gemacht.

Angesichts der faktischen Blockade von Stahlimporten aus südostasiatischen Ländern wie Vietnam, Malaysia und Indonesien dürften sich südkoreanische Stahlproduzenten in Mexiko auf die Sicherung alternativer Lieferketten und die Steigerung ihrer Produktionskapazitäten durch Joint Ventures und verstärkte lokale Investitionen konzentrieren. Darüber hinaus könnten Verhandlungen zwischen Mexiko und den USA über Zollbefreiungen und Quoten für Stahlexporte positive Auswirkungen haben.

KOTRA, ein Handelszentrum mit Sitz in Mexiko-Stadt, stellte fest: „Die mexikanische Stahlindustrie ist eng mit der US-amerikanischen Stahlproduktion verbunden, doch die jüngsten Zölle und Importkontrollmaßnahmen zwingen koreanische Unternehmen dazu, ihre lokale Produktion auszuweiten und ihre Lieferketten zu diversifizieren. Es ist von entscheidender Bedeutung, die politischen Entwicklungen und Handelsverhandlungen zwischen Mexiko und den USA genau zu beobachten und im Voraus strategische Lösungen zu entwickeln.“

Südkoreanische Stahlhersteller planen Investitionen in umweltfreundliche Produktionsanlagen mit Lichtbogenofentechnologie (EAF), um hochwertige Stahlmaterialien und -komponenten herzustellen und so ihre Präsenz auf dem mexikanischen und nordamerikanischen Markt zu stärken. Gleichzeitig werden rechtliche Reaktionen auf mexikanische Importbestimmungen und zunehmend strengere Zertifizierungsverfahren zu zentralen Herausforderungen.

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