Die Europäische Union hat ihre Politik für gentechnisch veränderte Pflanzen grundlegend angepasst und den Import von drei neuen Sorten gentechnisch veränderten Maises genehmigt. Dieser Schritt eröffnet den US-amerikanischen Agrarexporteuren neue Absatzmärkte und eröffnet ihnen erhebliche Chancen.

Im Jahr 2025 wird die Europäische Union auf Grundlage wissenschaftlicher Sicherheitsbewertungen ihren lange Zeit zurückhaltenden Ansatz gegenüber gentechnisch veränderten Pflanzen ändern, um die Stabilität der Lieferkette zu gewährleisten. Für Spanien, einen der größten Futtergetreideimporteure Europas, hat dieser Politikwechsel weitreichende Folgen. Das Land benötigt jährlich 14 bis 16 Millionen Tonnen Mais für die Viehzucht, wobei Schweine einen erheblichen Teil des Bedarfs ausmachen.
Mit den neuen Vorschriften können US-Maisproduzenten über 90 % ihres gentechnisch veränderten Maises zu wettbewerbsfähigen Preisen frei nach Spanien exportieren. Diese Änderung dürfte die Verbreitung von US-Mais auf dem spanischen Markt weiter vorantreiben und seinen Marktanteil in Europa erhöhen.
Die Importpolitik der EU für gentechnisch veränderte Pflanzen ist jedoch nicht vollständig liberalisiert. Obwohl die Einfuhr von neuem gentechnisch verändertem Mais genehmigt wurde, verbietet die EU weiterhin den Anbau der meisten gentechnisch veränderten Pflanzen auf ihrem Territorium, mit Ausnahme des spanischen MON810-Mais. Darüber hinaus sind mit den Einfuhrgenehmigungen strenge Kennzeichnungs- und Rückverfolgbarkeitsvorschriften verbunden, um sicherzustellen, dass Vertrieb und Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Diese politische Anpassung hatte erhebliche Auswirkungen auf die ukrainischen Exporte von gentechnikfreiem Mais. Die Ukraine hat für ihren gentechnikfreien Mais traditionell den spanischen Markt bevorzugt und das Land mit großen Mengen Mais beliefert, der den europäischen Qualitäts- und Sicherheitsstandards entspricht. Mit dem Zustrom von amerikanischem gentechnisch verändertem Mais auf den spanischen Markt wird der ukrainische gentechnikfreie Mais nun einem verschärften Wettbewerb ausgesetzt sein, was neue Herausforderungen für die ukrainischen Exporte mit sich bringt.









