Moossporen überleben neun Monate außerhalb der Internationalen Raumstation und beweisen ihre Anpassungsfähigkeit an die Weltraumbedingungen
2025-11-24 10:47
Quelle:Cell Press
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Ein Experiment, das von einem Forschungsteam der Universität Hokkaido (Japan) außerhalb der Internationalen Raumstation (ISS) durchgeführt wurde, zeigt, dass Moossporophyten eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an die Weltraumbedingungen aufweisen. Die Ergebnisse, die am 20. November in der Fachzeitschrift *iScience* veröffentlicht wurden, zeigen, dass über 80 % der Moossporophyten nach 283 Tagen außerhalb der ISS ihre Fortpflanzungsfähigkeit beibehielten.

Das Forschungsteam befestigte kriechende Moossporophyten an der Außenseite der ISS und setzte sie so direkt dem Vakuum, der Strahlung und den extremen Temperaturen des Weltraums aus. Projektleiter Tomomichi Fujita erklärte: „Wir hatten zunächst mit einer Überlebensrate nahe null gerechnet, doch das Gegenteil war der Fall: Die meisten Sporen überlebten. Die außergewöhnliche Vitalität dieser winzigen Pflanzenzellen hat uns wirklich überrascht.“ Das Experiment ergab, dass die die Sporen umgebende Schutzstruktur ultraviolette Strahlung effektiv absorbierte und so eine Barriere für die inneren Moossporophyten bildete.

Mathematische Modelle, die auf den experimentellen Daten basieren, sagen voraus, dass Moossporophyten im Weltraum bis zu etwa 15 Jahre überleben könnten. Fujita merkte an: „Wir hoffen, dass diese Arbeit neue Wege für den Aufbau von Ökosystemen in extraterrestrischen Umgebungen wie dem Mond und dem Mars eröffnen wird.“ Diese Forschung liefert neue experimentelle Belege für die Erforschung extraterrestrischer Landwirtschaftssysteme und demonstriert das Potenzial von Moossporen, in extremen Weltraumbedingungen zu überleben.

Weitere Informationen: Extreme Umwelttoleranz und Überlebensfähigkeit des Mooses Physcomitrium patens im Weltraum, iScience (2025). Zeitschrifteninformationen: iScience

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