Der in Kalifornien ansässige Hersteller von Perowskit-Silizium-Tandem-Solarzellen, Swift Solar, hat kürzlich den Erwerb der US-Produktionsanlagen des Schweizer Photovoltaikunternehmens Meyer Burger abgeschlossen. Durch diese Transaktion erhält Swift Solar das geistige Eigentum an der Heterojunction-Technologie von Meyer Burger und plant, dessen Personal zu integrieren, um die Siliziumtechnologie mit den eigenen Entwicklungsvorteilen im Bereich Perowskit zu kombinieren.
Joel Jean, CEO von Swift Solar, sagte diese Woche gegenüber Medien, dass der Erwerb „uns klare operative Freiheit in den USA verschafft“ und dem Unternehmen hilft, seine Fertigungskapazitäten für Tandemzellen auszubauen. Er erwähnte, dass Swift Solar in einem Pilotprojekt des US-Verteidigungsministeriums im Januar dieses Jahres seine Perowskit-Silizium-Tandemzellen getestet habe. Durch die Zugabe von Perowskit könne die Effizienzobergrenze von Siliziumzellen von 30 % auf 45 % gesteigert werden.
Meyer Burger hatte im vergangenen Jahr seine Modulfertigungsanlage in Arizona geschlossen und einen Teil seiner US-Ausrüstung an andere Unternehmen verkauft. Obwohl die Transaktionsdetails und der Betrag nicht öffentlich bekannt gegeben wurden, betonte Jean, dass Swift Solar das gesamte US-Produktportfolio von Meyer Burger voll ausschöpfen werde, um den Prozess von der Forschung und Entwicklung bis zur Produktion zu beschleunigen.
Jean wies darauf hin: „Meyer Burger hatte ursprünglich geplant, in den USA zu produzieren, hatte Ausrüstung für die lokale Produktion entwickelt, aber keine Gelegenheit, diese zu skalieren. Wir holen diese Fähigkeit ins Haus, sodass Swift unter einem Dach die gesamte Tandem-Wertschöpfungskette aufbauen und die Kommerzialisierung schneller erreichen kann.“
In die Zukunft blickend hat sich Swift Solar drei Schlüsselziele gesetzt: Die US-HJT-Zellen- und Modulproduktion auf Gigawatt-Maßstab auszuweiten; die Perowskit-Fertigung in derselben Produktionslinie zu integrieren; sowie die Tandem-Fertigungskapazitäten auszubauen, um mit den HJT-Kapazitäten Schritt zu halten. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der USA im Bereich fortschrittlicher Solartechnologien zu stärken.
Obwohl die US-Solarmodulfertigungskapazität schnell wächst, entwickelt sich die Zellenfertigung relativ langsam. Im vergangenen Jahr lieferte ES Foundry PERC-Zellen, die in den USA hergestellt wurden, an Bila Solar, während fortschrittlichere Perowskit-Silizium-Tandemtechnologien noch im Teststadium sind und noch nicht in die Massenproduktion eingetreten sind. Die Übernahme und Pläne von Swift Solar könnten diese Technologie auf dem Weg zur kommerziellen Anwendung voranbringen.









