Der US-Energiespeichermarkt wird voraussichtlich in den nächsten fünf Jahren weiter wachsen. Das Branchenberatungsunternehmen Benchmark Mineral Intelligence prognostizierte kürzlich, dass die Bereitstellungsmenge von Energiespeichern in den USA bis 2026 voraussichtlich 35 GW/70 GWh erreichen wird. Diese Prognose umfasst die beiden Hauptanwendungsbereiche Versorgungsmaßstab und Verbraucherseite.
Der Bericht zeigt, dass im Bereich der Energiespeicher im Versorgungsmaßstab für 2026 eine Bereitstellung von 20,2 GW/62,4 GWh erwartet wird. Im Jahr 2025 wurden in diesem Bereich tatsächlich 16 GW/50 GWh bereitgestellt, was einem Anstieg von 29 % gegenüber 2024 entspricht. Im Bereich der verbraucherseitigen Energiespeicherung ist für 2026 eine geplante Bereitstellung von 14,8 GW/7,3 GWh vorgesehen. Die Verbraucherseite umfasst Wohn- sowie gewerbliche und industrielle Energiespeichersysteme. Dabei stieg die Bereitstellung von Wohnspeichern im Jahr 2025 um 51 %, teilweise aufgrund der Nachfrage vor dem Auslaufen der Steuergutschrift nach § 25D.
Zu den Wachstumsimpulsen und Herausforderungen des Marktes sagte Darren Van't Hof, Interimspräsident und CEO des US Solar Industry Association (SEIA): „Ohne Anpassung der bestehenden Politik könnte dies die Netzstabilität und die Strompreise beeinträchtigen.“ Gleichzeitig wird der Wert der Speichertechnologie für die Sicherung der Stromversorgung immer deutlicher. Joanna Martin Ziegenfuss, Director of Market Development Energy Storage bei Wärtsilä Finland, wies darauf hin: „Batterie-Energiespeichersysteme können schnell auf Stromausfälle reagieren und Flexibilität bieten, insbesondere in Szenarien, in denen die Stromversorgung dringend benötigt wird.“
Der Bericht analysiert auch zukünftige Trends in verschiedenen Anwendungsszenarien. Rechenzentren bevorzugen derzeit die Stromerzeugung mit Erdgas, könnten aber langfristig auf verbraucherseitige Batterie-Energiespeichersysteme umsteigen. Es wird erwartet, dass bis 2030 die von Rechenzentren genutzte elektrische Leistung aus verbraucherseitigen gewerblichen und industriellen Speichersystemen 83 % der Gesamtbereitstellung ausmachen wird. Geografisch betrachtet liegt Kalifornien bei der kumulativen Speicherbereitstellung mit 59,8 GWh an der Spitze, gefolgt von Texas mit 26,3 GWh. Das Unternehmen Benchmark Mineral Intelligence prognostiziert, dass die kumulative Gesamtkapazität der US-Energiespeichersysteme bis 2030 600 GWh übersteigen wird.









