Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben beim Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler sieben weitere Flirt Akku-Züge bestellt, um den emissionsfreien Regionalverkehr in Niederösterreich voranzutreiben. Die batteriebetriebenen Züge werden im schweizerischen Bussnang gebaut und sollen 2028 ausgeliefert werden. Sie werden jährlich rund 500.000 Liter Diesel einsparen und ermöglichen auf nicht elektrifizierten Strecken emissionsfreien Betrieb, wodurch sie schrittweise die bestehenden Dieseltriebzüge ersetzen.

Ansgar Brockmeyer, Leiter Marketing und Vertrieb bei Stadler, sagte: „Der Flirt Akku zeigt, wie moderne Technologie und nachhaltige Mobilität Hand in Hand gehen. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der ÖBB und darüber, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen zu können.“ Im Juli 2023 unterzeichneten ÖBB und Stadler einen Rahmenvertrag über die mögliche Bestellung von bis zu 120 Flirt Akku-Zügen. Die erste Bestellung umfasste 16 Fahrzeuge für die Kamptalbahn, die aktuelle Bestellung ist die zweite Tranche.
Stadler hat außerdem einen Vertrag für die Lieferung von Flirt-Zügen an die Woiwodschaft Großpolen erhalten. Dieser sieht die Lieferung von bis zu 20 batterieelektrischen Triebzügen (EMUs) vor, die in Polen hergestellt werden. Der Vertrag im Wert von rund 263 Millionen Euro umfasst 10 fünfteilige Flirt EMUs mit einer Option auf weitere 10 Züge. Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2028 in Betrieb gehen.
Radosław Banach, Präsident von Stadler Polska, sagte: „Weltweit wurden über 3.000 Flirt-Züge in 24 Ländern verkauft. Allein in unserem Werk in Siedlce haben wir über 650 Flirt-Fahrzeuge für Betreiber aus 18 Ländern gebaut. Davon verkehren 127 auf polnischen Gleisen.“ Das Ingenieurteam von Stadler Polska, einschließlich der Experten in Posen, wird für die Fahrzeuggestaltung für die Woiwodschaft Großpolen verantwortlich sein. Das lokale Ingenieurteam umfasst derzeit 100 Experten, und für dieses Jahr sind 20 weitere Ingenieure geplant.
Seit 2006 baut Stadler seine Aktivitäten in Polen kontinuierlich aus. Durch Investitionen in lokale Produktion, Serviceeinrichtungen und Ingenieurskapazitäten beschäftigt das Unternehmen mittlerweile über 2.000 Mitarbeiter, die auf drei Produktionsstandorte, mehrere Ingenieurbüros und Servicezentren verteilt sind und die Entwicklung des Regionalverkehrs unterstützen.









