Am 16. März wurde der Stromnetz-Radarfernerkundungs-Forschungssatellit „Electric Power Engineering B“ erfolgreich gestartet und in die geplante Umlaufbahn gebracht. Der Satellit wurde von der State Grid Electric Power Engineering Research Institute Co., Ltd. in Zusammenarbeit mit relevanten Technologieunternehmen entwickelt und schließt die technologische Lücke, dass optische und Infrarotsatelliten Stromnetze unter komplexen Bedingungen wie Wolken, Regen und Nebel nicht effektiv beobachten können. Er verbessert die Fähigkeit des Stromnetzes zur allwetterfähigen Erkundung, Inspektion und zur Notfallreaktion bei Katastrophen.
Lange Zeit konnten optische und Infrarotsatelliten bei komplexen Wetterbedingungen wie Regen, Wolken, Nebel oder Nacht „nicht klar sehen oder gar nichts sehen“, was zu einem blinden Fleck bei der breitflächigen Überwachung von Stromnetzen durch Satelliten wurde. Der nun gestartete Satellit „Electric Power Engineering B“ ist ein Synthetic Aperture Radar (SAR)-Satellit, der unabhängig von Tag/Nacht und Wetter ist. Durch das Aussenden von Mikrowellen zur Erde kann er klar durch Wolken, Regen, Nebel und Smog hindurchdringen und ermöglicht so eine allwetterfähige Bildbeobachtung der Erdoberfläche und von Stromnetzeinrichtungen.
Der Satellit wurde speziell für Stromversorgungssysteme entwickelt und verfügt über drei zentrale Fähigkeiten: Er wirkt wie ein „Fernauge“, das durch Wolken, Regen, Nebel und Smog dringen und die feinen Strukturen von Stromnetzgeräten bei jedem Wetter klar erkennen kann; wie ein hochpräzises „CT-Gerät“, das zu verschiedenen Zeitpunkten entlang nahezu identischer wiederholter Umlaufbahnen mehrfache Beobachtungen derselben Region durchführen kann, um Millimeter-veränderungen von Masten und Leitungen zu überwachen und potenzielle geologische Risiken wie Erdrutsche oder Setzungen frühzeitig zu erkennen; und er ist mit einem „KI-Gehirn“ ausgestattet, das Überschwemmungen, Eisbelag und andere Schadenslagen im Weltraum schnell analysieren und die Bewertungsergebnisse innerhalb weniger Stunden zur Erde zurücksenden kann. Dies treibt den Wandel des Stromnetzbetriebs und der -wartung vom traditionellen manuellen Inspektionsmodus hin zu einem Modus mit Fernüberwachung, Intelligenz und schneller Reaktion voran.
Der Satellit soll voraussichtlich im Juni 2026 offiziell in Betrieb gehen und wird schwerpunktmäßig in Kernbereichen wie der Identifizierung geologischer Risiken in Stromleitungskorridoren, der dynamischen Verfolgung von Überschwemmungs- und Erdrutschkatastrophen sowie der Überwachung und Frühwarnung von Baumbehinderungen und Eisbelag eingesetzt. Er wird dazu beitragen, das Risikomanagementmodell für Stromnetze vom traditionellen manuellen Inspektionsmodus hin zu einem modernen Modus mit „Luft- und Weltraum-Screening, intelligenter Frühwarnung und koordinierter Bewältigung“ weiterzuentwickeln. Dies bietet technologische Unterstützung durch Stromnetz-Satelliten für die Bewältigung von Spitzenlasten im Sommer und die kritische Hochwasserperiode („sieben unten, acht oben“).
Mit dem erfolgreichen Beitritt von „Electric Power Engineering B“ zum Netz bildet er zusammen mit dem zuvor gestarteten optischen Satelliten „Electric Power Engineering A“ und dem „Electric Power Infrared Satellite A“ erstmals ein kooperatives Wahrnehmungssystem aus drei Satelliten, das „optische Formerkennung, infrarote Wärmeerkennung und radargestützte Wolkenpenetration“ abdeckt. Dies ermöglicht eine „multidimensionale, allwetterfähige und präzise“ intelligente Wahrnehmung von Stromnetzumgebungen, Gerätezuständen und typischen Katastrophenrisiken.
Derzeit hat das State Grid Electric Power Engineering Research Institute die Satellitenressourcen bereits erfolgreich in 5 Hauptkategorien mit 17 Geschäftsszenarien eingesetzt, darunter Stromnetzerkundung, -planung, -bau, -inspektion und Katastrophenschutz. In Zukunft wird die Tiefe und Breite der Anwendungen weiter ausgebaut, um der Entwicklung neuer Stromversorgungssysteme neue Impulse zu verleihen und eine solide Grundlage für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu schaffen.









