Die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Djedović Handanović, hat kürzlich eine Sitzung mit einer Delegation der Weltbank abgehalten, um über ein neues mehrjähriges Unterstützungsprogramm für den Energiesektor des Landes zu beraten. Das Programm zielt darauf ab, Finanzmittel für den Bau von Erdgas-Infrastruktur und Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz bereitzustellen.

Djedović Handanović erklärte, dass dieses Unterstützungsprogramm in Phasen umgesetzt werden soll. Die erste Phase umfasst den Bau des Erdgaspipeline-Abschnitts von Niš nach Velika Plana sowie die Erstellung technischer Dokumentationen für nachfolgende Projekte. In späteren Phasen sollen der Bau der Erdgaspipeline von Mokrin nach Belgrad, neue Speichereinrichtungen und zugehörige Verteilungsleitungen vorangetrieben werden.
Sie wies darauf hin: „Das Programm entspricht unseren Prioritäten, nämlich dem Bau von zwei neuen Erdgas-Verbindungsleitungen in den nächsten zwei Jahren, die Serbien mit Nordmazedonien bzw. Rumänien verbinden. Diese sind entscheidend für die Diversifizierung der Versorgung und die Erhöhung der Versorgungssicherheit. Durch das Weltbank-Programm werden wir unser internes Netz verbessern und Engpässe beseitigen, die den reibungslosen Transport von Erdgas beeinträchtigen.“
In der Sitzung wurde auch die Möglichkeit erörtert, durch neue Pipelines Wasserstoff zu transportieren, um die Flexibilität der Infrastrukturnutzung während der Energiewende zu erhöhen. Im Bereich der Energieeffizienz erwähnte Djedović Handanović, dass das Projekt „Saubere Energie für Wohngebäude“ (SURCE) bereits bemerkenswerte Ergebnisse erzielt habe, von denen über 50.000 Haushalte durch reduzierte Energieverbräuche und Rechnungen profitiert hätten. Serbien beabsichtigt, die Zusammenarbeit im Bereich Energieeffizienz weiter zu vertiefen, einschließlich der Sanierung öffentlicher Gebäude wie Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser sowie der Unterstützung von Privathaushalten.
Die Vertreter der Weltbank bekundeten ihre Bereitschaft, Serbien bei der Umsetzung prioritärer Energieprojekte, insbesondere im Erdgasbereich, zu unterstützen, und lobten die von Serbien in der Region gezeigten Fähigkeiten und Ambitionen. Der Weltbank-Länderdirektor für Serbien, Nicola Pontara, nahm an der Sitzung teil. Das fünfjährige SURCE-Projekt, das Subventionen für die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen bereitstellt, soll bis Ende November 2027 fortgesetzt werden.









