Das britische Clean-Energy-Unternehmen Clean Power Hydrogen (CPH2) erwartet, dass sein erster kommerzieller 1-MW-membranloser Elektrolyseur vor Oktober dieses Jahres auf dem Gelände von Northern Ireland Water (NIW) installiert wird. Diese Installation markiert die erste kommerzielle Anwendung der Wasserstoffproduktionstechnologie von CPH2, die auf herkömmliche physikalische Membrantrennung verzichtet.
Laut Unternehmensangaben planen das Ingenieurbüro Lagan MEICA und das Beratungsunternehmen Arup, die Werksabnahmeprüfung für die erste MFE220-Anlage im April abzuschließen, bevor das Gerät nach Nordirland verschifft wird. Die membranlose Elektrolysetechnik unterscheidet sich von üblichen alkalischen oder PEM-Systemen (Protonenaustauschmembran) dadurch, dass die Trennung von Wasserstoff und Sauerstoff durch ein strömungsmechanisches Prinzip erfolgt. CPH2 behauptet, dass diese Methode die Haltbarkeit und Betriebsflexibilität des Systems erhöht.
Nach der Werksabnahmeprüfung wird der Elektrolyseur im dritten Quartal vor Ort auf dem NIW-Gelände einer Feldabnahmeprüfung unterzogen, was voraussichtlich die ersten kommerziellen Einnahmen für CPH2 generieren wird. Zuvor war bereits eine 0,5-MW-Pilotanlage in einer NIW-Einrichtung in Belfast in Betrieb.
CPH2 hat außerdem Verträge mit dem neuseeländischen Flüssigwasserstofftechnologieunternehmen Fabrum und dem Lisheen H2 Energy Park abgeschlossen, um drei weitere membranlose Elektrolyseure zu liefern. Der Lisheen H2 Energy Park hält zudem eine Lizenz zur Herstellung von Anlagen dieser Art mit einer Gesamtleistung von 2 GW in Irland.
Dieser Fortschritt erfolgte, nachdem CPH2 im Jahr 2025 eine Finanzierungswarnung ausgegeben hatte. Das Unternehmen sammelte anschließend zusätzliche 7,4 Millionen Pfund ein, um die Kommerzialisierung des MFE220-Systems voranzutreiben. Letzte Woche kündigte CPH2 eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Technologieunternehmen Intel an, um gemeinsam die Skalierung der Produktion der membranlosen Elektrolysetechnologie zu unterstützen.









