Singapurs SpaceComputer plant Orbitaltests für Oktober, um eine sichere Weltraum-Computing-Infrastruktur zu validieren
2026-05-01 17:25
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de.wedoany.com-Bericht: Das in Singapur ansässige Startup SpaceComputer bereitet sich darauf vor, noch in diesem Jahr seine Hardware und Software im Orbit zu testen. Das erste Produkt des Unternehmens namens Space Fabric ist eine Soft- und Hardware-Architektur, die Bodenstationen über sichere, physisch isolierte Recheneinheiten mit Satelliten verbindet und es Satelliten ermöglicht, Rechenressourcen gemeinsam zu nutzen.

Der Kerngedanke von Space Fabric besteht darin, ein offenes, interoperables „Weltraum-Internet" zu schaffen. Daniel Bar, Mitbegründer von SpaceComputer und Blockchain-Unternehmer, erklärt, dass trotz wachsender Investitionen in orbitale Infrastruktur bisher noch nicht viel über ein „Weltraum-Internet" nachgedacht werde. Er ist der Ansicht, dass ein offener, protokollorientierter Ansatz erforderlich sei, der es verschiedenen Interessengruppen ermöglicht, sich miteinander zu verbinden, anstatt in isolierten „Silos" zu operieren. Zu diesem Zweck wird die Leiterplatte von Space Fabric im Orbit kryptografische Schlüssel zum Schutz der Daten generieren. Bar sagt: „Man muss weder uns noch dem Betreiber von Space Fabric vertrauen." Auf der Platine sind zudem zwei redundante Sicherheitselemente integriert, die sich gegenseitig verifizieren, um die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit des Systems zu erhöhen.

Um den reibungslosen Ablauf dieses Tests zu gewährleisten, integriert SpaceComputer derzeit Space Fabric mit der Leiterplatte und bereitet sie für den Start an Bord eines nicht näher bezeichneten Satelliten vor. Der Start ist für Oktober 2026 geplant. Ziel ist es, in einer realen Weltraumumgebung zu validieren, ob die Platine stabil Schlüssel generieren kann und ob der Mechanismus zur gegenseitigen Verifizierung der beiden Sicherheitselemente zuverlässig ist, um so die Widerstandsfähigkeit der gesamten Architektur gegenüber Strahlung und extremen Temperaturen zu prüfen. Neben Space Fabric entwickelt das Unternehmen auch ein Produkt namens Orbitport, eine Programmierschnittstelle (API), die als sicheres Gateway zwischen Satelliten, Nutzlasten und Bodencomputern fungieren soll. Mitbegründer Filip Rezabek, ein auf Cybersicherheit spezialisierter Doktorand an der Technischen Universität München, sagt, Orbitport werde die Interaktion mit Bodenstationsanbietern zu einer „nahtloseren Erfahrung" machen.

SpaceComputer wurde 2024 von Daniel Bar und Filip Rezabek gegründet. Seit der Gründung hat das Unternehmen in Pre-Seed- und Seed-Finanzierungsrunden 10 Millionen US-Dollar eingesammelt, zu den Investoren gehören Maven11 und Lattice. Zum Beraterteam gehören Dahlia Malke, Professorin für Informatik an der University of California, Santa Barbara, und Will Heltsley, ehemaliger Vizepräsident für Antriebssysteme bei SpaceX. Der bevorstehende Orbitaltest markiert einen entscheidenden Schritt des Unternehmens, seine sichere Computing-Infrastruktur in die Weltraumumgebung zu bringen. Die Anwendungsperspektiven reichen von sicherem Computing und Kommunikation bis hin zur Überprüfung der Herkunft georäumlicher Daten.

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