Wago bringt zweiten Edge-Computer auf den Markt
2026-06-02 09:51
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de.wedoany.com-Bericht: Das deutsche Unternehmen für Automatisierungs- und elektrische Verbindungstechnik WAGO hat die zweite Generation seines Edge-Computers vorgestellt. Das Produkt richtet sich an industrielle Feldsteuerung, Datenverarbeitung, Gerätevernetzung und digitale Anwendungen, wobei der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Prozessorleistung, des Gerätespeichers und der Kommunikationserweiterungsmöglichkeiten liegt.

Die Kernveränderung des Edge-Computers der zweiten Generation besteht darin, industrielle Edge-Geräte von reinen Datenerfassungsknoten hin zu feldnahen Rechenplattformen weiterzuentwickeln. Bei der Digitalisierung von Industrieunternehmen fallen immer mehr Daten an Produktionsanlagen, Sensoren, Schaltschränken, Fertigungslinien und am Rand des Werksnetzwerks an. Würden alle diese Daten zur Verarbeitung in die Cloud hochgeladen, würde dies nicht nur die Latenzzeit und die Bandbreitenbelastung erhöhen, sondern auch zusätzliche Risiken für die Datensicherheit, die Systemstabilität und Ausfallzeiten mit sich bringen. Die Aufgabe von industriellen Edge-Computern wie denen von WAGO besteht darin, in der Nähe der Anlagen und Steuerungssysteme Daten zu bündeln, Protokolle umzuwandeln, Echtzeitanalysen durchzuführen, Visualisierungen zu erstellen und Anwendungen bereitzustellen. So können Fabriken vor Ort kritische Informationen wie Maschinenzustand, Energieverbrauch, Qualität, Alarme, Wartung und Taktzeiten der Produktionslinien verarbeiten. Für die Fertigungsindustrie, Energieanlagen, Gebäudeautomation und die Prozessindustrie entwickelt sich Edge Computing von einem „Hilfs-Gateway“ zu einer grundlegenden Komponente der digitalen Feldarchitektur.

Zu den Produktspezifikationen gehören die Modelle 752-9813 und 752-9412 des WAGO Edge-Computers der zweiten Generation. Der 752-9813 ist mit einem Intel Core i7-1185G7E Quad-Core-Prozessor der 11. Generation, 32 GB DDR4-RAM, 256 GB M.2 SSD-Speicher und vier Ethernet-Schnittstellen ausgestattet. Der 752-9412 verfügt über einen Intel Atom X6413E Quad-Core-Prozessor, 16 GB RAM, 128 GB M.2 SATA SSD-Speicher und zwei Ethernet-Schnittstellen.

Diese Leistungssteigerung hat direkte Auswirkungen auf die industrielle Praxis. Mehr Arbeitsspeicher und leistungsfähigere Prozessoren ermöglichen den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Anwendungen am Edge, darunter Datenbereinigung, Zustandsüberwachung, maschinelles Lernen, Dashboard-Visualisierung, Datenbank-Caching, industrielle Protokollumwandlung und leichtgewichtige Anwendungsdienste. Offizielle Angaben und Vertriebsunterlagen von WAGO zeigen, dass der Edge-Computer der zweiten Generation auf Linux basiert und Anwendungen wie Docker-Container, Node-RED und Grafana installieren kann. Er eignet sich auch für industrielle Softwareszenarien wie Cumulocity IoT und Ignition Edge. Im Vergleich zu herkömmlichen SPS oder einfachen Gateways eignen sich industrielle Edge-Computer besser für die Übernahme von Aufgaben auf der mittleren Ebene zwischen IT und OT: Sie verbinden auf der einen Seite Feldgeräte, Steuerungssysteme und industrielle Netzwerke und auf der anderen Seite Cloud-Plattformen, Unternehmenssoftware und Datenanalysesysteme. So werden die ursprünglich über die Geräte verteilten Daten in verwaltbare, analysierbare und wiederverwendbare industrielle Datenbestände umgewandelt.

Die Kommunikationserweiterungsfähigkeit ist ein weiterer wichtiger Aspekt der zweiten Produktgeneration. Öffentlich zugänglichen Informationen zufolge erweitert WAGO die Kommunikationsoptionen des Edge-Computers der zweiten Generation durch die Integration von Erweiterungsgehäusen und Online-Konfigurationstools um Ethernet, serielle Schnittstellen und CAN, sodass das Gerät an verschiedene Produktionslinien, Maschinen und Steuerungsnetzwerke angepasst werden kann. Die Realität in der Industrie ist oft sehr komplex: Alte und neue Geräte sind gemischt, verschiedene Protokolle existieren nebeneinander, die Gerätehersteller sind vielfältig und die Netzwerkpartitionierung ist streng. Wenn Edge-Geräte keine flexiblen Schnittstellen bieten, ist es schwierig, in Modernisierungsprojekte bestehender Anlagen einzusteigen. Konfigurierbare Kommunikationsfähigkeiten können den Systemintegrationsaufwand verringern und es dem Edge-Computer ermöglichen, sowohl neue Produktionslinien zu bedienen als auch in Szenarien wie die Modernisierung alter Anlagen, Energiemanagement, Fernwartung und vorausschauende Instandhaltung einzusteigen.

Aus Branchentrends betrachtet zeigt die Einführung des Edge-Computers der zweiten Generation durch WAGO, dass Unternehmen der Industrieautomation ihren Produktschwerpunkt von Hardware-Verbindungen, I/O-Modulen und Steuerungen hin zu Edge-Rechenleistung, Datenverwaltung und Software-Ökosystemen verlagern. Mit der steigenden Nachfrage nach KI-Inspektion, digitalen Zwillingen, Gerätezustandsmanagement und latenzarmer Steuerung benötigen industrielle Umgebungen stabilere, sicherere und langfristig betreibbare lokale Rechenknoten. Der Schlüssel für die zukünftige Anwendungsumsetzung wird in der Software-Kompatibilität, der Zuverlässigkeit vor Ort, der Netzwerksicherheit, den Integrationskosten und der Entwicklung von Branchenlösungen liegen. Wenn der Edge-Computer der zweiten Generation in mehr Fabrikprojekten die Rolle eines Daten-Gateways, Analyse-Knotens und Anwendungsplattform übernehmen kann, wird WAGO eine klarere Position in der Infrastruktur für industrielles Edge Computing einnehmen.

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