KI revolutioniert die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko: VAR-Entscheidungen zu 99,1 % korrekt
2026-07-21 15:03
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de.wedoany.com-Bericht: Im Finale der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko besiegte Spanien Argentinien und holte sich nach 16 Jahren den Weltmeistertitel, womit das Turnier zu Ende ging. Diese Weltmeisterschaft setzte erstmals umfassend auf Künstliche Intelligenz-Technologie. Die Genauigkeit der Entscheidungen des Video Assistant Referees (VAR) stieg auf über 99,1 %.

Li Haipeng, Direktor des Forschungszentrums für Sporttraining am Institut für Sportwissenschaft der Generalverwaltung für Sport Chinas, erklärte, dass jedes Stadion dieser WM mit 16 optischen Tracking-Kameras ausgestattet war. Das VAR-Team (bestehend aus dem Video Assistant Referee, drei Assistenten und einem Wiedergabe-Spezialisten) arbeitete zusammen. Wenn eine der sechs kritischen Situationen eintrat – Tor, Strafstoß, Rote Karte, Identitätsverwechslung, Eckball oder zweite Gelbe Karte – überprüfte das VAR-Team automatisch die Aufzeichnungen. Stellte es einen „klaren und offensichtlichen Fehler" fest, wies es den Hauptschiedsrichter an, die Szene am Monitor am Spielfeldrand anzusehen, woraufhin dieser die endgültige Entscheidung traf.

Die VAR-Technologie wurde erstmals bei der WM 2018 in Russland eingeführt. Bei der WM 2022 in Katar kam es zu einem Upgrade mit der halbautomatischen Abseitserkennung (SAOT). Bei diesem Turnier wurde SAOT weiter verbessert: Die Auslöseschwelle für die Abseitswarnung wurde von 50 cm auf 10 cm verschärft, und die Entscheidung konnte innerhalb von 3 Sekunden an die Schiedsrichter auf dem Feld übermittelt werden. Das System erfasste mithilfe mehrerer spezieller Tracking-Kameras in Echtzeit die Skelettpunkte der Spieler. In Kombination mit einem vor dem Turnier erstellten 3D-Digitalzwillingsmodell und der hochpräzisen Bewegungssensorik des Spielballs ermöglichte es einen Echtzeiteingriff bei Abseitsentscheidungen. Wenn das KI-System ein klares Abseits feststellte, sandte es eine Echtzeitwarnung an den Schiedsrichterassistenten, der die Fahne heben konnte, ohne den Abschluss des Angriffs abzuwarten. Gleichzeitig wurde automatisch eine 3D-Abseitsanimation erstellt und an den VAR-Raum, die Stadionleinwand und die Übertragungsbilder gesendet. Dieses System diente ausschließlich der objektiven Abseitsfeststellung und nicht subjektiven Entscheidungen wie der Behinderung eines Gegners; die endgültige Entscheidungsbefugnis verblieb beim Schiedsrichterassistenten.

Bei dieser WM wurden die Überprüfungsbefugnisse des VAR für Eckbälle und die zweite Gelbe Karte erweitert. Li Haipeng ist der Ansicht, dass die Technologie dem Spiel dienen sollte. Der Kern liege darin, ein Gleichgewicht zwischen der Genauigkeit der Entscheidungen und der Bewahrung des Reizes des Fußballs zu finden. Er wies darauf hin, dass der Einsatz neuer Technologien im Fußball ein Gleichgewicht auf institutioneller und regeltechnischer Ebene erfordere. Dazu gehörten eine höhere Toleranz gegenüber körperlichen Zweikämpfen der Spieler, die strikte Einhaltung der Eingriffsschwelle der Technologie (VAR wird nur bei „klaren und offensichtlichen Fehlern" aktiviert) sowie die dynamische Anpassung der Überprüfungsbefugnisse basierend auf praktischen Rückmeldungen. Er schlug außerdem vor, einen Trainer-Herausforderungsmechanismus zu erkunden, der es Trainern erlaubt, pro Spiel eine begrenzte Anzahl von Überprüfungen strittiger Entscheidungen zu beantragen und so einen Teil der VAR-Auslösung an die Spielteilnehmer zurückzugeben. Li Haipeng erklärte, dass der Eingriffsgrad des VAR in Zukunft je nach den Rhythmusanforderungen verschiedener Turniere flexibel angepasst werden sollte, damit die Technologie dem Spiel selbst besser dienen könne. Bislang haben die drei Mannschaften Kroatien, Ägypten und Iran offiziell Beschwerde bei der FIFA eingereicht, die sich auf Entscheidungskontroversen aufgrund übermäßiger VAR-Eingriffe beziehen.

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