de.wedoany.com-Bericht: Die südafrikanische Nationale Hafenbehörde (Transnet National Ports Authority, TNPA) plant die Veröffentlichung einer Ausschreibung für ein privates Schwimmdockprojekt in Kapstadt, um die stark gestiegene Nachfrage nach Schiffsreparaturdiensten zu bewältigen, da einige Einrichtungen bereits bis Ende nächsten Jahres ausgebucht sind.
Ophelia Shabane, die amtierende Hafenmanagerin des Hafens von Kapstadt, erklärte auf der jährlichen Meereswirtschaftskonferenz, dass die Schiffsreparaturbranche neu bewertet werde und als wichtiger Treiber des Wirtschaftswachstums gelte. Die Schiffsreparaturkapazitäten Südafrikas verteilen sich auf mehrere Häfen, darunter Durban, East London, Gqeberha, Mossel Bay und Kapstadt, und unterstützen eine Reihe von Aktivitäten von der Schiffsinstanthaltung über die Meeresfertigung bis hin zu Fischerei- und Offshore-Dienstleistungen.
Kapstadt ist ein zentraler Knotenpunkt und verfügt mit dem Sturrock-Trockendock über eines der größten und tiefsten Trockendocks der südlichen Hemisphäre sowie über Einrichtungen zur Unterstützung von Bohranlagenreparaturen. Diese Anlagen werden auch für die Reparatur von Diamantenabbaubooten genutzt und sichern zahlreiche Arbeitsplätze. Shabane zufolge sind jederzeit über 3.000 Personen in Schiffsreparaturprojekten beschäftigt. Das Robinson-Trockendock und die synchronisierte Schiffsanlage sind besonders wichtig für die Fischerei, da über 60 % der südafrikanischen Fänge über diesen Hafen abgewickelt werden.
Die TNPA treibt Modernisierungsprojekte für die Trockendock-Infrastruktur voran, darunter den Austausch der Senkkammertore und Winden für die Trockendocks Sturrock und Robinson sowie weitere Renovierungsarbeiten zur Steigerung der Betriebseffizienz und zur Einhaltung internationaler Standards.
Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, plant die TNPA die Veröffentlichung einer Ausschreibung, um einen privaten Partner für den Bau und Betrieb eines Schwimmdocks in Kapstadt zu suchen. Shabane erklärte, dieser Schritt solle dem privaten Sektor Beteiligungsmöglichkeiten bieten, den Druck auf die bestehenden Anlagen verringern und sicherstellen, dass die Geschäfte in Südafrika bleiben und nicht in Nachbarländer verlagert werden.
Die TNPA führt Leistungsvergleiche mit führenden internationalen Schiffsreparatureinrichtungen durch, bei denen eine Auslastung von etwa 80 % als Best Practice gilt. In den letzten fünf Jahren hat sich die Auslastung der Schiffsreparatureinrichtungen in Kapstadt deutlich verbessert, von unter 50 % auf zuletzt 70 % bis 75 %. Shabane zufolge stärkt sich die Branche, und die Zusammenarbeit zwischen Transnet und dem privaten Sektor hat positive Auswirkungen gezeigt.
Shabane wies darauf hin, dass das Geschäft in den letzten drei Jahren einen bedeutenden Wandel durchgemacht habe. Zuvor habe es aufgrund von Geräteausfällen und Infrastrukturproblemen Verluste gegeben, doch Investitionen und verbesserte Anlagenverfügbarkeit hätten den Trend umgekehrt. Im vergangenen Geschäftsjahr bediente die TNPA 190 Schiffe und übertraf damit das Ziel von 185 Schiffen, wobei die abgefertigte Gesamttonnage um 24 % über dem Budget lag.
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