Brasilianisches Unternehmen Casa dos Ventos erhält Genehmigung zur Übernahme von 645 MW Netzzugangsrechten, Axia veräußert Übertragungsnetzvermögen im Wert von 451,5 Millionen BRL
2026-06-02 15:34
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de.wedoany.com-Bericht: Der brasilianische Verwaltungsrat für Wirtschaftsverteidigung (Cade) hat kürzlich zwei Transaktionen im Stromsektor genehmigt, die Vermögensübertragungen zwischen Casa dos Ventos und Voltalia sowie zwischen Axia Energia und Gebbras betreffen. Die entsprechenden Genehmigungen wurden am Montag (1. Juni) im Amtsblatt der Bundesregierung veröffentlicht.

Geschäftsbild eines Händedrucks, von rawpixel auf FreePik

Im Rahmen der ersten Transaktion wurde Casa dos Ventos über seinen Aktionärsfonds Salus die Genehmigung erteilt, sämtliche Anteile der zu Voltalia gehörenden Gesellschaft Pecém VDB 1 zu erwerben. Dieses Unternehmen verfügt über Zugangsrechte zum Grundnetz des Nationalen Verbundsystems (SIN). Salus erklärte gegenüber Cade, dass die Transaktion Möglichkeiten zur Schaffung von Nachfrage und zum Ausbau erneuerbarer Energieprojekte in Brasilien biete und Teil der Strategie des Unternehmens sei, sein Geschäft in stark wachsenden Bereichen wie grünem Wasserstoff und Rechenzentren auszuweiten. Für Voltalia wiederum trägt der Verkauf zur Kapitalbeschaffung, zur Anpassung des Investitionsportfolios in Brasilien und zur Sicherung finanzieller Ressourcen bei.

Die installierte Leistung von Pecém VDB 1 beträgt 645 Megawatt. Die Anlage gehört zu den Vermögenswerten, die von einer von der Bundesregierung entwickelten Lösung zur vorzeitigen Deckung einer neuen Last von bis zu 3 Gigawatt in der nordöstlichen Region abgedeckt werden. Die Energie-Forschungsgesellschaft (EPE) prognostiziert für diese Region bis 2032 einen Gesamtbedarf von 4 Gigawatt. Die Maßnahme zielt darauf ab, den Anschluss großer Projekte zu erleichtern, ohne die bereits bestehende Einspeisung erneuerbarer Energien aus der Region zu beeinträchtigen, und wurde in das Paket 3 der im März 2026 stattfindenden Übertragungsnetzauktion aufgenommen.

Die zweite Transaktion betrifft den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung von 49 % an vier Stromübertragungsanlagen durch Axia Energia an die zur kolumbianischen Gruppe Energía Bogotá gehörende Gesellschaft Gebbras Participações zu einem Preis von 451,5 Millionen BRL. Die Vereinbarung umfasst Anteile an den Zweckgesellschaften (SPEs) Goiás Transmissão, MGE Transmissão, Transenergia Renovável und Transenergia São Paulo. Diese Gesellschaften betreiben gemeinsam Übertragungsleitungen mit einer Gesamtlänge von rund 1.086 Kilometern, die sich über die Bundesstaaten Goiás, Minas Gerais, Espírito Santo, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und São Paulo erstrecken.

Die genannte kolumbianische Gruppe hatte 2015 die Mehrheitsbeteiligung an diesen Vermögenswerten erworben; deren Konzessionslaufzeiten reichen bis in die Jahre 2039 bis 2040, und die Nettoverschuldung belief sich im Jahr 2025 auf 414 Millionen BRL. Nach der Genehmigung durch Cade bedarf die Transaktion noch der Zustimmung der Nationalen Agentur für elektrische Energie (Aneel). Laut den Akten der Kartellbehörde festigt diese Transaktion für Gebbras die Kontrolle über die Gesellschaften, entspricht der Investitionspolitik von GEB und erweitert deren Präsenz im brasilianischen Stromübertragungssektor. Für Axia hingegen trägt der Schritt zur Optimierung ihrer Beteiligungen und zur Vereinfachung der Unternehmensstruktur bei.

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