Mehrere indische Fluggesellschaften streichen ab 1. Juni täglich rund 250 Flüge
2026-06-02 16:35
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de.wedoany.com-Bericht: Aufgrund gestiegener Kerosinkosten und anhaltend schwacher Reisenachfrage haben Air India, IndiGo und Air India Express beschlossen, ihre Inlandsflüge ab dem 1. Juni drastisch zu reduzieren. Zuvor hatten diese drei Fluggesellschaften bereits einige internationale Flüge gestrichen. Laut indischen Medienberichten wird diese Flugstreichungsregelung voraussichtlich bis August andauern. Da dann die sommerliche Reisehochsaison beginnt, könnte die Reduzierung der Flüge die Ticketpreise weiter in die Höhe treiben und den Reisenden Unannehmlichkeiten bereiten.

Nach den veröffentlichten Plänen der einzelnen Unternehmen wird Air India rund 22 % seiner Inlandsflüge reduzieren, seine Tochtergesellschaft Air India Express knapp 10 % und IndiGo etwa 5 % bis 7 %. Insgesamt streichen die drei Unternehmen täglich rund 250 Flüge. Strecken, die Großstädte wie Mumbai, Neu-Delhi und Bengaluru verbinden, werden voraussichtlich stärker betroffen sein. Am Beispiel der Strecke Mumbai–Neu-Delhi, einem der verkehrsreichsten Luftkorridore Indiens, wird das tägliche Sitzplatzangebot nach den Streichungen deutlich sinken.

Die Kerosinkosten machen etwa 30 % bis 40 % der gesamten Betriebskosten indischer Fluggesellschaften aus. In den vergangenen Monaten haben Schwankungen der internationalen Ölpreise und Wechselkursänderungen der indischen Rupie zum US-Dollar die Importkosten für Treibstoff gemeinsam in die Höhe getrieben. Gleichzeitig ist die Inlandsreisenachfrage nach der traditionellen Hochsaison saisonbedingt zurückgegangen, sodass die Auslastung auf einigen Strecken unter dem Break-even-Punkt der Fluggesellschaften liegt. Mehrere Fluggesellschaften haben erklärt, dass es sich bei dieser Runde von Fluganpassungen um vorübergehende Maßnahmen handelt und sie die Kapazitäten dynamisch an die Entwicklung der Treibstoffpreise und die Marktnachfrage anpassen werden. Die indische Zivilluftfahrtbehörde hat sich zu dieser groß angelegten Flugstreichung noch nicht öffentlich geäußert.

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