Johnson Matthey übernimmt CORMETECH für 360 Millionen US-Dollar – Abschluss voraussichtlich 2026
2026-06-03 14:02
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de.wedoany.com-Bericht: Johnson Matthey Plc. hat eine Vereinbarung zur Übernahme von CORMETECH Inc., einem US-amerikanischen Hersteller von Katalysatoren für die selektive katalytische Reduktion (SCR), bekannt gegeben. CORMETECH liefert vor allem Emissionskontrollprodukte für stationäre Stromerzeugung und industrielle Anwendungen und ist auf dem US-Markt führend mit hohem Wachstum.

Gemäß den Transaktionsbedingungen erwirbt Johnson Matthey CORMETECH zu einem Unternehmenswert von 360 Millionen US-Dollar in bar, zahlbar bei Abschluss der Transaktion. Der Kaufpreis entspricht dem 10,3-fachen des prognostizierten EBITDA von CORMETECH für 2026. Darüber hinaus kann Johnson Matthey bei Erreichen bestimmter finanzieller Leistungsziele in den Jahren 2028 und 2029 eine zusätzliche Barzahlung von bis zu 100 Millionen US-Dollar leisten.

Die strategische Bedeutung der Übernahme liegt in der deutlichen Steigerung der Größe des Geschäftsbereichs Clean Air Solutions von Johnson Matthey. Das kombinierte Produktportfolio bildet eine hochkomplementäre Produktlinie für Emissionskontrolle in der Stromerzeugung und bietet eine starke globale Kategorieführerschaft in einem adressierbaren Katalysatormarkt mit einem Gesamtvolumen von über einer Milliarde US-Dollar und einem erwarteten zweistelligen mittelfristigen Wachstum. Die Technologie- und IP-Portfolios von CORMETECH sind führend und differenziert, sodass der zusammengeschlossene Konzern maßgeschneiderte Katalysatoren und Systeme für eine vielfältige Kundschaft anbieten kann. Der US-amerikanische Stromerzeugungsmarkt, der durch den schnellen Bau von Rechenzentren strukturell wächst, ist ein wichtiger Markt für CORMETECH.

Aus finanzieller Sicht wird CORMETECH voraussichtlich kurz-, mittel- und langfristig ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen, was für Johnson Matthey wertsteigernd ist. Dies wird durch einen großen Auftragsbestand von rund 300 Millionen US-Dollar und eine Projektpipeline von rund einer Milliarde US-Dollar gestützt. Nach der Zusammenlegung werden auf EBITDA-Ebene signifikante annualisierte operative Synergien von mindestens 20 Millionen US-Dollar erwartet, die bis 2030 vollständig realisiert werden sollen. Diese Synergien entsprechen etwa 60 % des prognostizierten EBITDA von CORMETECH für 2026, wobei rund 70 % auf Umsatzsynergien und 30 % auf Kostensynergien entfallen. Ab dem ersten vollen Geschäftsjahr nach der Übernahme wirkt sich die Akquisition vor Synergien gewinnsteigernd auf den Gewinn pro Aktie von Johnson Matthey aus. Die Kapitalrendite wird innerhalb von drei Jahren nach Abschluss die Kapitalkosten von Johnson Matthey übertreffen. Nach Abschluss der Übernahme von CORMETECH, dem Verkauf des Katalysatortechnologiegeschäfts von Johnson Matthey und der Rückführung von einer Milliarde Britischen Pfund Nettoverkaufserlösen an die Aktionäre beträgt die Pro-Forma-Verschuldungsquote von Johnson Matthey etwa das 1,8-Fache. Das Unternehmen plant, durch die starke Cash-Generierung des Konzerns zu entschulden und bis zum 31. März 2029 wieder in den Zielbereich von 1,0 bis 1,5 zu gelangen.

Der Abschluss der Transaktion wird für Ende Juni oder Juli 2026 erwartet und unterliegt den üblichen behördlichen Genehmigungen. Johnson Matthey erfüllt weiterhin planmäßig seine bestehenden Finanzprognosen zur Cash-Generierung des Konzerns und zur Aktionärsrendite, einschließlich der Rückführung von einer Milliarde Britischen Pfund Nettoverkaufserlösen an die Aktionäre nach dem Verkauf des Katalysatortechnologiegeschäfts an Honeywell International Inc., der voraussichtlich bis Ende August 2026 abgeschlossen sein wird.

Liam Condon, CEO von Johnson Matthey, erklärte, dass die Übernahme von CORMETECH der nächste Schritt bei der Umsetzung der Strategie des Unternehmens sei, sich auf seine Stärken zu konzentrieren. Dieses Geschäft sei führend im Bereich der Emissionskontrolle im schnell wachsenden US-amerikanischen Stromerzeugungsmarkt und pflege langfristige, vielfältige Kundenbeziehungen. Diese hochkomplementäre Übernahme steigere die Größe des Geschäftsbereichs Clean Air Solutions erheblich und erziele gleichzeitig attraktive finanzielle Ergebnisse, die die Schaffung nachhaltiger Werte für die Aktionäre unterstützen. Zusammen mit dem erwarteten Verkauf des Katalysatortechnologiegeschäfts stelle diese Transaktion einen wichtigen Meilenstein zur weiteren Stärkung der Strategie von Johnson Matthey und zur Förderung langfristiger Wertschöpfung und Cash-Generierung dar.

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