Transport for London veröffentlicht zweite Phase der Bus-Sicherheitsstandards
2026-06-03 16:05
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de.wedoany.com-Bericht: Transport for London (TfL) hat die zweite Phase der Bus-Sicherheitsstandards veröffentlicht. Demnach müssen alle bis 2033 neu in Betrieb genommenen Busse eine Reihe von Sicherheitsanforderungen erfüllen, um das Ziel der „Vision Zero" zu erreichen.

Die zweite Phase baut auf den Ergebnissen der vorherigen Phase auf und basiert auf umfangreichen Forschungsarbeiten, Tests sowie der Zusammenarbeit mit Herstellern, Betreibern, Gewerkschaften und Sicherheitsexperten. Der Schwerpunkt liegt auf den Unfalltypen und Risikobereichen, die die schwersten Verletzungen verursachen, und bietet gleichzeitig langfristige Planungssicherheit für Investitionen und Innovationen in der Branche.

Die im Standard aufgeführten Schlüsselmaßnahmen umfassen mehrere Bereiche. Zur Verbesserung der Kundensicherheit werden durch verbesserte Innenbeleuchtung, klarere Sicherheitshinweise und die Einführung von Klappsitzen (die sich bei Nichtgebrauch automatisch hochklappen) Sturz-, Stolper- und Rutschunfälle reduziert – diese Anforderungen gelten ab 2030. Barrierefreiheitsverbesserungen umfassen eine bessere Kommunikation zwischen Rollstuhlfahrern und Fahrern sowie verbesserte akustische Hinweise beim Ausfahren der Rampen. Bei neuen Technologien zur Unterstützung sichereren Fahrens verhindert ein neues „Startinformationssystem" das Anfahren des Fahrzeugs, wenn sich Fußgänger oder Radfahrer vor dem Bus befinden. Erweiterte Funktionen des fortschrittlichen Notbremssystems erweitern den Schutzbereich auf Abbiegesituationen, während eine neue Beschleunigungsunterdrückungstechnologie ein versehentliches zu tiefes Durchtreten des Gaspedals verhindert. Zur Bekämpfung von Fahrermüdigkeit und Ablenkung gibt das neue System auf Basis von Tests in 400 Bussen bei Erkennung von Müdigkeit oder Ablenkung visuelle, akustische und haptische Warnungen aus. TfL geht über die nationalen Vorschriften hinaus und aktiviert das Warnsystem ab 5 km/h (statt 20 km/h), während gleichzeitig die Überwachung und Berichterstattung zur Unterstützung der Fahrergesundheit verbessert wird. Bei den neu gestalteten Fahrerkabinen wird eine ergonomische Kabine den Komfort, die Inklusivität und die Sicherheit der Fahrer erhöhen. Dies umfasst sofortige Designverbesserungen und langfristige Forschung zur Festlegung zukünftiger Standards.

Lorna Murphy, TfL-Direktorin für Busbetrieb, erklärte, dass Sicherheit der Kern aller Arbeiten im Busnetz sei und die Behörde entschlossen sei, das Ziel der Vision Zero zu erreichen, alle Todesfälle und schweren Verletzungen im Verkehr zu eliminieren. Die Veröffentlichung dieses Standards zeige die Kraft der engen Zusammenarbeit mit Betreibern, Herstellern und anderen, um die Sicherheit in allen Bereichen zu verbessern und ein sichereres Netz für Fahrgäste und Fahrer zu schaffen.

Die neuesten Daten von TfL zeigen, dass Busse nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel auf Londons Straßen sind und mehr Fahrgäste befördern als andere öffentliche Verkehrsmittel. Im Jahr 2025 starben zehn Menschen bei Unfällen mit Bussen – obwohl jeder Todesfall inakzeptabel ist, ist dies die niedrigste Zahl seit 2021. Auch die Zahl der verletzten Busfahrgäste war mit Ausnahme der Pandemiezeit 2020 so niedrig wie nie zuvor.

Seit der Einführung der ersten Phase des Standards im Jahr 2018 sind viele seiner Maßnahmen zur Standardausstattung neuer Fahrzeuge außerhalb Londons geworden, unter anderem in Manchester, Nordirland, Hongkong und Singapur. Im Analysezeitraum sank die Zahl der Verletzten auf den Buslinien, die den Standard umsetzten, um etwa 41 %, auf den Vergleichslinien um etwa 22 %.

Der Bus-Sicherheitsstandard ist eine Kernmaßnahme von TfL zur Erreichung des Ziels der Vision Zero, nämlich dass bis 2030 niemand mehr durch einen Bus oder in einem Busunfall stirbt und bis 2041 alle Todesfälle und schweren Verletzungen im Verkehrsnetz beseitigt sind. Im Vergleich zum Basiszeitraum 2010–2014 ist die Zahl der Todesfälle oder schweren Verletzungen bei Unfällen mit Bussen um 28 % und die Zahl der Todesfälle oder schweren Verletzungen von Busfahrgästen oder -fahrern um 40 % gesunken.

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