de.wedoany.com-Bericht: Am 28. Mai besuchte Joan Groizard, spanischer Staatssekretär für Energie, das Heizkraftwerk „Soria II“ von Rebi im Industriegebiet Las Casas in Soria, um vor Ort das Potenzial der Anlage zur Emissionsminderung durch Biomasse zu untersuchen.

Die Anlage nutzt nachhaltige Waldbiomasse zur Förderung von industriellen Dekarbonisierungsprojekten. Durch ihr technisches Konzept konnte der Erdgasverbrauch in der Produktion erheblich gesenkt werden.
Das technische Erweiterungsprojekt „Soria II“ kann 14 MW Wärmeenergie für die umliegenden Fabriken bereitstellen. Das Fernwärmenetz versorgt mehrere Nutzer im Industriegebiet Las Casas mit Biomasseenergie.

Das Wärmenetz ist so konzipiert, dass Unternehmen wie Ficosa die Abwärme nutzen können. Energie, die früher in die Atmosphäre entwich, wird nun zur Versorgung des städtischen Netzes verwendet.
Alberto Gómez, CEO von Rebi, sagte: „Soria wird zum Vorbild für die Energiewende auf lokaler Ebene, die Industrie, Stadt und erneuerbare Energien in derselben Infrastruktur verbindet.“
Das spanische Energieministerium hat ein Förderprogramm aufgelegt, das 271 Millionen Euro für 37 Energieprojekte bereitstellt. Die Autonome Gemeinschaft Kastilien und León erhielt zehn dieser Zuschüsse, davon zwei in Soria.

Der Staatssekretär für Energie betonte: „Wärme- und Kältenetze gehören zu den effektivsten und vielversprechendsten Instrumenten der Energiewende. Wir wollen ihren Ausbau beschleunigen und haben gerade eine öffentliche Konsultation zu einer entsprechenden spezifischen Verordnung gestartet.“
In der Provinzhauptstadt Soria beträgt die Gesamtlänge dieser Infrastrukturen bereits über 35 Kilometer, wodurch jährlich 21.800 Tonnen CO2 vermieden werden. Derzeit versorgt das Netz kontinuierlich über 6.000 Wohnungen und Gebäude mit Energie.
Rebi untersucht neue Möglichkeiten, die Restenergie von Rechenzentren in die Managementplanung zu integrieren. Die Abwärme dieser technischen Anlagen kann direkt in das Heizsystem eingespeist werden.
Das Projekt eM-Numancia in Soria befindet sich in der Phase der öffentlichen Beteiligung. Dieses in Nordeuropa weit verbreitete Modell wandelt Abwärme in eine nutzbare Ressource um, mit dem Ziel, die Energieversorgung durch die Nutzung aller verfügbaren Produktion zu stabilisieren.
Alberto Gómez fasste zusammen: „Wärmenetze sind nicht mehr nur eine Lösung für die städtische Wärmeversorgung, sondern ein strategisches Instrument zur Steigerung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit und zur Förderung einer echten Dekarbonisierung.“
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