de.wedoany.com-Bericht: Der estnische Telekommunikationsbetreiber Elisa Eesti AS hat in seinen Mobilfunknetz-Basisstationen die intelligente Energieoptimierungslösung Gridle implementiert. Diese nutzt KI-gesteuerte Batteriespeichersysteme, um die Netzresilienz zu erhöhen und die Stromkosten zu senken.
Die Lösung gewährleistet durch intelligente Steuerung der Batteriespeicher den Betrieb des Mobilfunknetzes auch bei Stromausfällen, wobei die Resilienz über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinausgeht. Gleichzeitig optimieren KI-Algorithmen die Lade- und Entladestrategien an den Basisstationen, was die Stromkosten erheblich senkt. Darüber hinaus ermöglicht die Lösung Elisa Estland, seine Batterieanlagen zu monetarisieren, indem es am Großhandels- und Ausgleichsmarkt teilnimmt. In Kombination mit den Energieeinsparungen trägt dies zu einer schnellen Amortisation der bestehenden Batterieinvestitionen bei. Dieser Mechanismus lädt die Batterien automatisch auf, wenn erneuerbare Energien reichlich verfügbar sind, und unterstützt die Netzstabilität, wodurch der Anteil erneuerbarer Energien erhöht und ein stabileres, nachhaltigeres Stromsystem gefördert wird.
Diese Implementierung erfolgte, nachdem Estland im Februar 2025 das von Russland dominierte BRELL-Stromsystem verlassen und sich mit dem kontinentaleuropäischen Stromnetz synchronisiert hatte. Dieser Wandel ermöglicht es dezentralen Anlagen wie Batterien in Telekommunikationsnetzen, an der Netzstabilitätsunterstützung teilzunehmen. Über Gridle können die Batterien in den Basisstationen basierend auf Signalen des nationalen Übertragungsnetzbetreibers Elering automatisch laden oder entladen und am aufwärts- und abwärtsgerichteten aFRR-Markt (automatische Frequenzwiederherstellungsreserve) teilnehmen.
Andrus Hiiepuu, CEO von Elisa Estland, erklärte, dass intelligentes Energiemanagement ein wichtiger Bestandteil zur Sicherstellung eines zuverlässigen Netzes sei. Diese Implementierung stärke sowohl die Netzresilienz als auch das sich entwickelnde estnische Energiesystem. Jukka-Pekka Salmenkaita, Geschäftsführer von Gridle (Elisa Industriq), sagte, die Lösung sei ursprünglich für das eigene Netz von Elisa entwickelt worden, sei bereits in Finnland im Einsatz und werde nun in Estland implementiert, um gleichzeitig zuverlässige mobile Konnektivität und die Stabilität des Stromsystems zu unterstützen.
Die Gridle-Lösung ist derzeit international kommerziell erhältlich und wird von mehreren Telekommunikationsbetreibern außerhalb von Elisa eingesetzt. Neben Telekommunikationsnetzen eignet sich die Lösung auch zur Optimierung von netzseitigen Speichern, gewerblichen und industriellen Batteriesystemen sowie privaten Batteriesystemen.
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