Brasilien exportiert in den ersten fünf Monaten 2026 58,51 Millionen Tonnen Sojabohnen, Maisexporte werden auf 44 Millionen Tonnen geschätzt
2026-06-04 15:01
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de.wedoany.com-Bericht: In den ersten Monaten des Jahres 2026 bleiben die brasilianischen Getreideexporte auf hohem Niveau, wobei Sojabohnen der Haupttreiber sind. Mit dem Fortschreiten der Zweitfruchternte gewinnt Mais zunehmend an Anteil in den Häfen. Die neuesten Daten des Nationalen Verbands der Getreideexporteure (ANEC) festigen Brasiliens Position als einer der weltweit führenden Getreidelieferanten weiter.

Die Sojaernte 2025/26 ist weitgehend abgeschlossen, lediglich in Bundesstaaten wie Maranhão, Piauí und Santa Catarina gibt es noch nicht abgeerntete Flächen. Nach Abschluss der Feldarbeiten verlagert sich der Schwerpunkt der Branche auf den Produktverkauf sowie die Planung der nächsten Saison gemäß der vom Landwirtschaftsministerium (Ministério da Agricultura) festgelegten Gesundheitslücken (vazio sanitário) und Aussaatkalender. Im Mai wurden 15,42 Millionen Tonnen Sojabohnen exportiert, die für Juni geplante Verschiffungsmenge liegt bei knapp 12,4 Millionen Tonnen. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 exportierte das Land insgesamt 58,51 Millionen Tonnen, ein Anstieg gegenüber 54,26 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Diese Entwicklung untermauert die Prognose eines Jahresexports von nahezu 110 Millionen Tonnen.

Die Situation bei Mais ist ebenfalls optimistisch. Bis Ende Mai waren 84,6 % der Anbaufläche für die Erste-Frucht-Maisernte abgeerntet, was dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht. In Regionen wie Mato Grosso und Tocantins hat die Ernte des Zweitfruchtmaises begonnen; der Produktstrom wird sich in den kommenden Wochen allmählich verstärken. Nach Anpassungen der Prognosen durch die Nationale Versorgungsgesellschaft (Conab) hat sich die Perspektive für Mais zuletzt verbessert. Die nationale Produktionsschätzung wurde auf 140,17 Millionen Tonnen nach oben korrigiert, ein Anstieg um fast 600.000 Tonnen gegenüber der vorherigen Prognose. Die Inlandsnachfrage bleibt robust; für das gesamte Jahr 2026 wird ein Verbrauch von 94,86 Millionen Tonnen erwartet.

Die Maisausfuhren sind derzeit noch gering, werden aber in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich deutlich zunehmen. Die für Juni geplante Verschiffungsmenge von Mais beträgt etwa 500.000 Tonnen; diese Zahl wird mit fortschreitender Ernte und dem Eintreffen der Lieferungen in den Hafenterminals steigen. Die brasilianischen Maisausfuhren für das Gesamtjahr werden auf rund 44 Millionen Tonnen geschätzt. ANEC-Daten zeigen, dass die Kombination aus hoher Produktion, Logistikkapazität und internationaler Nachfrage weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Landwirtschaft stützt. Vor dem Hintergrund globaler Klima- und geopolitischer Unsicherheiten sichert die Verfügbarkeit von Sojabohnen und Mais Brasilien eine strategische Position in der weltweiten Getreideversorgung.

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