Britischer „Skyhammer“-Anti-Drohnen-Interceptor in Jordanien erfolgreich getestet, Auslieferung im Mai
2026-06-05 11:19
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Das in Großbritannien entwickelte Anti-Drohnen-Abfangsystem „Skyhammer“ hat seine Tests in Jordanien abgeschlossen. Die ersten Interceptoren und Starter werden im Mai dieses Jahres an die britischen Streitkräfte ausgeliefert.

Das britische Verteidigungsministerium unterzeichnete im April einen Millionen-Pfund-Vertrag mit dem Hersteller Cambridge Aerospace, was als seltener Fall einer schnellen Beschaffung in den letzten Jahren gilt. Die Tests fanden auf einem speziellen Testgelände für unbemannte Luftfahrtsysteme und deren Abwehrtechnologien in Jordanien statt, das vom lokalen Rüstungsunternehmen Deep Element betrieben wird.

Der britische Staatsminister für Verteidigungsbereitschaft und Industrie, Luke Pollard MP, war vor Ort Zeuge des Versuchs. Er befand sich zu dieser Zeit auf einer Reise in die Region, um Kuwait und Jordanien zu besuchen und über Sicherheit, die Straße von Hormus sowie weitere Verteidigungskooperationen zu sprechen. Das britische Verteidigungsministerium erklärte, dass die Gruppe des Nationalen Rüstungsdirektors daran arbeite, Finanzierungs- und Lizenzvereinbarungen für den Export des „Skyhammer“ in Länder des Nahen Ostens zu unterstützen.

Der „Skyhammer“ ist ein kleiner, turbojetgetriebener Lenkflugkörper von etwa einem Meter Länge. Nach dem Start entfalten sich seine Flügel. Die Reichweite beträgt 30 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit 700 km/h. Sein Designziel sind Angriffsdrohnen vom Typ „Shahed“, deren Kosten üblicherweise zwischen 20.000 und 50.000 US-Dollar liegen. Cambridge Aerospace hat den genauen Stückpreis des „Skyhammer“ nicht veröffentlicht, schätzt jedoch, dass die Kosten pro Interceptor ebenfalls in der Spanne von 20.000 bis 50.000 US-Dollar liegen.

Steven Barrett, CEO von Cambridge Aerospace, erklärte, der Interceptor habe bewiesen, dass er nicht nur kosteneffizient, sondern auch leistungsstark sei und der wachsenden Bedrohung durch Luftangriffe wirksam begegnen könne. Pollard bezeichnete den erfolgreichen Test als Beispiel dafür, wie ein britisches Start-up mit staatlicher Unterstützung Spitzentechnologie bereitstellen könne.

Großbritannien hat bereits mehrere Anti-Drohnen-Technologien im Nahen Osten stationiert. Mit der leichten Mehrzweckrakete (dem „Martlet“-System) ausgerüstete Wildcat-Hubschrauber der Royal Navy wurden im März nach Zypern entsandt, um die Verteidigung des RAF-Stützpunkts Akrotiri zu unterstützen. Darüber hinaus verfügt die Royal Air Force in der Region über ein gestaffeltes Anti-Drohnen-Verteidigungssystem, darunter das ORCUS-System zur Erkennung und Klassifizierung mittels Radar, Hochfrequenzsensoren und Wärmebildtechnik, das NINJA-System zur Störung der Funkkommunikation von Drohnen sowie das Kurzstrecken-Luftabwehrsystem Rapid Sentry, das „Martlet“-Raketen abfeuert.

Der Krieg zwischen den USA und Israel gegen den Iran hat die Bedrohung durch kostengünstige Angriffsdrohnen weiter verdeutlicht, auf die viele Streitkräfte nur unzureichend vorbereitet sind. Die Ukraine hingegen hat im Laufe der Jahre durch die anhaltende Abwehr iranischer Drohnenangriffe, die von Russland eingesetzt werden, entsprechende Erfahrungen gesammelt.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com