de.wedoany.com-Bericht: Der britische Bandbreiten-Infrastrukturanbieter euNetworks und das US-amerikanische Netzwerk-Kommunikationstechnologieunternehmen Adtran haben kürzlich den quantensicheren privaten Verbindungsdienst Quantum Shield vorgestellt. Dieser Dienst richtet sich an hochkapazitive Standleitungsverbindungen zwischen europäischen Rechenzentren und integriert Post-Quanten-Verschlüsselung, Echtzeit-Glasfaserüberwachung sowie spezielle Netzwerkvisualisierungsfunktionen auf der optischen Übertragungsebene, um sensible Daten zu schützen, die zwischen Rechenzentren übertragen werden.
Quantum Shield basiert auf der verschlüsselten optischen Übertragungstechnologie von Adtran und wird Unternehmenskunden als zusätzliche Sicherheitsschicht der euNetworks Private Connect MOFN-Lösung angeboten. Diese Lösung kombiniert dedizierte Glasfaserinfrastruktur, Layer-1-quantenresistente Verschlüsselung und kontinuierliche Glasfaserüberwachung, sodass Kunden bei der Nutzung privater, verwalteter Netzwerkverbindungen den gesamten Geschäftsverkehr automatisch auf der zugrunde liegenden optischen Übertragungsebene verschlüsseln können. Die zugrunde liegende Plattform nutzt die Adtran FSP 3000-optische Übertragungsplattform und unterstützt in Kombination mit der S-Flex-Technologie hochkapazitive verschlüsselte Rechenzentrumsverbindungsdienste; gleichzeitig kann die ALM-Glasfaserüberwachungslösung von Adtran Glasfaser-Abhörereignisse sofort erkennen und lokalisieren, was den Standleitungsverbindungen eine Echtzeit-Betriebssicherheit verleiht.
Dieser Dienst entspricht den Bereichen Kommunikationsnetze, Rechenzentrumsverbindungen und Informationssicherheitsinfrastruktur in der Informations- und Kommunikationsbranche und richtet sich hauptsächlich an Kunden aus den Bereichen Finanzen, Cloud-Dienste, kritische Infrastrukturen, Unternehmensdatenplattformen sowie an Kunden, die Standleitungsverbindungen mit hohem Sicherheitsniveau benötigen.
Europäische Unternehmen verlagern zunehmend ihre Kernaufgaben in die Cloud, auf KI und auf regionenübergreifende Rechenzentrumsarchitekturen. Die Sicherheit der Verbindungen zwischen Rechenzentren hat sich von einem gewöhnlichen Netzwerkübertragungsproblem zu einem Problem der Compliance und Geschäftskontinuität entwickelt. Vorschriften wie DORA und NIS2 erhöhen die Anforderungen der Unternehmen an das ICT-Risikomanagement, die Verschlüsselungskontrolle und die Sicherheit der Drittanbieterinfrastruktur. Der EU-Fahrplan für die Post-Quanten-Kryptographie-Migration verweist den Migrationszeitpunkt für Hochrisiko- und kritische Infrastrukturumgebungen auf etwa 2030. Vor diesem Hintergrund bleiben Kapazität und Stabilität herkömmlicher Standleitungsverbindungen zwar wichtig, aber die Kunden fordern gleichzeitig Quantenresistenz, Verschlüsselungsagilität, Transparenz der zugrunde liegenden Verbindungen und die eigenständige Kontrolle über die Verschlüsselungsstrategie. Quantum Shield integriert Post-Quanten-Kryptographie-Fähigkeiten in die optische Verbindungsebene und bietet so einen näher an der physikalischen Verbindung liegenden Schutz für Daten, die zwischen Rechenzentren, Städten und Ländern übertragen werden.
euNetworks verbindet derzeit in Europa direkt über 600 Rechenzentren, betreibt 18 Metronetze und deckt über ein hochkapazitives Intercity-Backbone-Netz 53 Städte in 17 Ländern ab. Mit dem steigenden Bandbreitenbedarf durch KI-Training, Unternehmensagenten, Finanzhandelssysteme und souveräne Cloud-Dienste steht der europäische Markt für Rechenzentrumsverbindungen gleichzeitig unter dem Druck der Kapazitätserweiterung und der Sicherheitsaufwertung. Die Einführung von Quantum Shield zeigt, dass Standleitungsanbieter nicht mehr nur mit Bandbreite, Latenz und Abdeckung konkurrieren; optische Verschlüsselung, Echtzeitüberwachung und Post-Quanten-Migrationsfähigkeiten werden zu wichtigen Bedingungen für die Wahl der Netzwerkinfrastruktur durch hochwertige Kunden in der nächsten Phase.
Die anschließende Umsetzungswirkung hängt von der Einführungsgeschwindigkeit in den Kundenbranchen, den unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen der Länder, der Entwicklung der Verschlüsselungsstandards und dem Anpassungsgrad an die bestehenden Rechenzentrumsnetzwerkarchitekturen ab. Sollte der Dienst bei Kunden aus den Bereichen Finanzen, Cloud-Dienste und kritische Infrastrukturen eine breite Bereitstellung erfahren, wird der europäische Markt für Rechenzentrumsverbindungen schneller von der Phase der „Hochkapazitätsverbindung“ in die Phase der „Hochkapazitätssicherheitsverbindung“ übergehen. Optische Übertragungsgerätehersteller und Standleitungsnetzbetreiber werden dann eine klarere Marktposition in der Post-Quanten-Sicherheitsinfrastruktur erhalten.
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