de.wedoany.com-Bericht: Schneider Electric hat kürzlich das EcoStruxure Automation Expert (EAE) Co-Creation-Programm gestartet, das sich an Hochschulstudenten, Branchenentwickler und Ökosystempartner richtet. Ziel ist es, an realen geschäftlichen Herausforderungen in Bereichen wie Energieerzeugung, kommunale Wasserwirtschaft, Prozess- und Fertigungsindustrie sowie Rechenzentren zusammenzuarbeiten und die Entwicklung der industriellen Automatisierung von geschlossenen, proprietären Systemen hin zu offenen, softwaredefinierten Plattformlösungen voranzutreiben.
In der aktuellen traditionellen Automatisierungsarchitektur sind Steuerungslogik und Hardware bestimmter Hersteller eng miteinander verbunden, Geräte verschiedener Marken kommunizieren nicht miteinander, und IT- und OT-Daten sind fragmentiert – dies wird zum Engpass für industrielle Innovation. Softwaredefinierte Automatisierung entwickelt sich von einer „optionalen" zu einer entscheidenden Lösung. Laut IDC-Prognosen werden bis 2029 30 % der chinesischen Fabriken offene, virtualisierte, softwaredefinierte Automatisierungsplattformen nutzen, um Automatisierungssteuerungssysteme zentral zu konfigurieren und zu verwalten.
Die von Schneider Electric eingeführte EcoStruxure Open Automation Platform (EAE) basiert auf einer ereignisgesteuerten Architektur und löst die Bindung zwischen industrieller Software und Hardware, sodass Steuerungslogik flexibel zwischen verschiedenen Hardwareplattformen migriert werden kann. Die neueste Version EAE v26.0 stärkt die einheitliche Software-Laufzeitarchitektur und die Systeminteroperabilität und führt KI-Unterstützung sowie eine universelle HMI-Laufzeitumgebung ein. In Kombination mit dem Modicon M590 dPAC Digital-Intelligence-Controller werden Echtzeitsteuerung und Edge-Computing zu einer „Rechen- und Steuerungseinheit" integriert. Darüber hinaus hat Schneider Electric mit EcoStruxure Foxboro SDA das erste offene, softwaredefinierte verteilte Steuerungssystem der Branche vorgestellt, das einen risikoarmen Migrationspfad für die Prozess- und Hybridindustrie bietet.

Alle Aufgaben des Co-Creation-Programms stammen aus realen Industrieszenarien, darunter KI-basierte optische Fehlererkennung, präzise Dosierung in der Abwasserbehandlung, vorausschauende Wartung von Anlagen und intelligente Produktionsplanung. Am Beispiel der KI-basierten optischen Fehlererkennung: In der traditionellen Architektur ist die Zusammenarbeit zwischen maschinellem Sehen und Automatisierungssystemen schwierig. Basierend auf der EAE-Plattform können Entwickler leichtgewichtige KI-Modelle am Edge bereitstellen, das native MQTT-Protokoll der Plattform für den Datenaustausch nutzen und Bildverarbeitung, HMI und Automatisierungssteuerung in einem einzigen Edge-Gerät integrieren. Durch Drag-and-Drop-Prozessabläufe wird die Verknüpfung von Erkennung und Reaktion realisiert.

Im Szenario der Abwasserbehandlung, wo dynamische Wasserqualitätsänderungen zu Verzögerungen bei der herkömmlichen PID-Regelung führen, unterstützt die EAE-Plattform als softwarezentrierte Lösung die Integration adaptiver intelligenter Dosieralgorithmen mit Sensordaten und Aktorsteuerung, um einen geschlossenen Kreislauf aus Erfassung, Analyse, Entscheidung und Ausführung zu schaffen. Für kommunale Wasserversorgungsunternehmen reduziert die hohe Wiederverwendbarkeit der Plattform den Entwicklungs- und Wartungsaufwand für ähnliche Projekte.
Dieses Co-Creation-Programm ist kein reiner Technologiewettbewerb, sondern eine Plattform zur Lösung von Branchenproblemen, die Ressourcen aus Industrie, Wissenschaft und Forschung vernetzt. Schneider Electric bietet den Teilnehmern Zugang zur EAE-Plattform und zu technischen Ressourcen, Entwicklerzertifizierungen, Kontakt zu Kundenanforderungen und Möglichkeiten zur Validierung in realen Projekten. Hervorragende Ergebnisse können in das offizielle Anwendungs- und Fallportfolio aufgenommen werden. Bereits zuvor wurde das Programm im Rahmen des Electrical and Electronic Engineering Innovation Competition Go Green für Hochschulstudenten ausgeschrieben, deckt die gesamte Kette von Industrie, Wissenschaft und Forschung ab und ermöglicht es Hochschulteams, Modelle mit realen Industriedaten zu trainieren und Algorithmen mit echter Steuerungslogik zu validieren.

Offene Automatisierung verändert das Paradigma der industriellen Innovationszusammenarbeit. Durch die Bündelung der Kräfte aus Industrie, Wissenschaft, Forschung und Anwendung wird das Anwendungsökosystem der EAE-Plattform kontinuierlich bereichert, technologische Iteration und Verbreitung vorangetrieben und die ökologische Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Branche gelegt.
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