Indien plant strengere Kontrollen für KI und biometrische Geräte
2026-06-06 13:44
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de.wedoany.com-Bericht: S Krishnan, Sekretär des indischen Ministeriums für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY), erklärte, dass Indien seine strategische Autonomie ausbauen und die Kontrolle über Hardware im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und biometrischen Authentifizierungssystemen verstärken müsse.

S Krishnan, Sekretär des indischen Ministeriums für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY)

Krishnan sagte bei einer vom politikberatenden Thinktank National Council of Applied Economic Research (NCAER) organisierten Veranstaltung, dass die Suche nach strategischer Autonomie angesichts der Größe des indischen Marktes und seiner starken Abhängigkeit von verschiedenen Geräten notwendig sei. Er erwähnte, dass auch Europa und die USA ähnliche Maßnahmen vorantreiben. Indien habe bereits im Bereich Telekommunikation und Überwachungskameras gehandelt, müsse den Geltungsbereich jedoch auf weitere Bereiche ausweiten, insbesondere auf Künstliche Intelligenz.

Krishnan sprach darüber, dass der Einfluss von KI in Bereichen wie Fertigung und Landwirtschaft aufgrund der riesigen Datenmengen, die von Sensoren und anderen Geräten des Internets der Dinge (IoT) gesammelt werden, stetig zunehme. Diese Geräte seien manchmal wie unzugängliche „Black Boxes", und die Regierung müsse sicherstellen, dass ihre Herkunft vertrauenswürdig sei. Er fügte hinzu, dass dieses Problem aus der Perspektive von Industriespionage bis hin zu strategischen Bedenken betrachtet werden müsse.

Krishnan warnte, dass sich das Problem auch auf den digitalen öffentlichen Infrastruktur (DPI)-Stack für Regierungsdienste erstrecke, der biometrische Authentifizierung über eine Reihe von Geräten umfasse. Die Integrität elektronischer Systeme und ihre Funktionsweise würden für KI und DPI zunehmend entscheidend.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, erließ MeitY im April 2024 verbindliche Anforderungen für Überwachungskamerasysteme, die die Offenlegung der Herkunft kritischer Hardware wie System-on-a-Chip sowie strenge Labortests zur Verhinderung unbefugter Fernzugriffe vorschreiben. Die Anweisung beschränkt zudem den Einkauf nicht zertifizierter Überwachungshardware durch Regierungsbehörden, um Datenlecks über ausländische Firmware oder versteckte Hintertüren zu vermeiden.

Im Telekommunikationsbereich dürfen Betreiber gemäß den nationalen Sicherheitsanweisungen derzeit nur Geräte von staatlich festgelegten vertrauenswürdigen Quellen und aus der Liste vertrauenswürdiger Produkte beschaffen.

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